HalleAktivisten besetzen den Storck-Wald: Der Überblick zum Thema

Ekkehard Hufendiek, Sonja Faulhaber, Heiko Kaiser, Melanie Wigger, Jonas Damme

Rund 150 Einsatzkräfte sammeln sich in Halle. - © Nicole Donath
Rund 150 Einsatzkräfte sammeln sich in Halle. © Nicole Donath

Halle. Aktivisten aus dem Altkreis und Bielefeld wehren sich in schwindelerregender Höhe gegen die geplanten Baumfällungen des Süßwarenkonzerns Storck. Dieser Überblick wird in den nächsten Tagen laufend aktualisiert, um Sie darüber zu informieren, was vor Ort geschieht.

Allgemeine Fragen zum Thema:

➡️ Wie viel Wald wird wirklich gerodet? Das sind die Fakten

➡️ Storck setzt Fällarbeiten aus: Wann dürfen die Bagger wieder anrollen?

Der Ticker zum Thema:

Sonntag, 28. Februar: An den Wegrändern türmt sich Material, das zuvor die Passage im Storck-Wald blockierte. Von einigen Bäumen hängen Kletterseile herab, Transparente und verlassene Paletten schwanken im Wind. Ein Aktivist kündigt an: „Sobald hier was passiert, sind wir sofort wieder auf dem Baum."

Samstag, 27. Februar:

Besetzer*innen, Unterstützer*innen und Bürger*innen treffen sich im Storck-Wald, um zu besprechen, wie es weiter geht. Dabei wird auch geklärt, wie der Kampf um den Erhalt des Storck-Waldes fortgeführt werden kann. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 26. Februar:

Am Anbend trafen sich die Ratsmitglieder, um noch ein letztes Mal über die Änderung des Flächennutzungsplans im Zuge der Storck-Erweiterung abzustimmen. Warum die Grünen-Fraktion an diesem Abend gespalten war und warum trotzdem am Schluss eine große Mehrheit für die Pläne stimmte, lesen Sie hier.

Vertreter der Grünen wollen vor Ort noch einmal ohre Sicht der Dinge darstellen. Bei den Aktivisten treffen sie dabei auf Widerstand. Lesen Sie hier, wie Aktivisten, FFF-Vertreter und die Grünen reagieren.

Die Aktivisten wollen bis Monatsende im Storck-Wald bleiben. Lesen Sie hier, wie beide Seiten die Situation bewerten.

Donnerstag, 25. Februar:

12:30 Uhr: Der Süßwarenhersteller Storck äußert sich zu den geplanten Fällungen im Storck-Wald. Um eine Eskalation der Situation zu verhindern, verzichtet Storck zunächst auf die Fällungen. Weitere Infos gibt es hier.

Mittwoch, 24. Februar:

22:50 Uhr: Zwei Versmolder wollen ein Statement gegen die Baumbesetzer setzen. Sie fahren zum Storck-Wald und fällen mit einer Kettensäge einen Baum. Die Aktivisten fühlen sich dadurch bedroht, werden jedoch nicht körperlich angegriffen. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

18:50 Uhr: Nach Informationen dieser Zeitung wurden die Polizisten für die angemeldete Demo und nicht für eine Räumung in Halle eingesetzt. Nach Ende des Einsatzes ziehen die Polizisten wieder ab.

Am Mittwochabend demonstrieren Rodungsgegner durch Halle. - © Heiko Kaiser
Am Mittwochabend demonstrieren Rodungsgegner durch Halle. (© Heiko Kaiser)

18:10 Uhr: 16 Mannschaftswagen mit insgesamt etwa 150 Polizisten sammeln sich auf Parkplätzen von Storck und an der Masch. Die Baumbesetzer sind von ihrer Demo zurückgekehrt und bereiten weitere Barrikaden vor. Viele Passanten verfolgen das Geschehen im Wald.

17:30 Uhr: Ein Demonstrationszug zieht am Mittwochabend durch Halle. Die Baumbesetzer haben sich gemeinsam mit weiteren Sympathisanten auf den Weg gemacht, um vor der Ratssitzung am Schulzentrum Masch ein Zeichen zu setzen. Die Polizei beschreibt die Veranstaltung in einer Pressemitteilung als "friedlich". Etwa 70 Personen haben teilgenommen.

Das Video zeigt die Demo in Halle:

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Einige User haben die Redaktion gefragt, wo die gefällten Bäume ersetzt werden. Die aktuelle Planung sieht nicht vor, dass die besetzten Bäume im Storck-Wald neu gepflanzt werden. Für andere Flächen ist jedoch Ersatz geplant. Ein großer Teil davon allerdings nicht in Halle. Mehr dazu unter diesem Link.

Bürgermeister Thomas Tappe spricht mit den Besetzern. - © Heiko Kaiser
Bürgermeister Thomas Tappe spricht mit den Besetzern. (© Heiko Kaiser)

Das Unternehmen Storck schickt am Mittwochmorgen Sicherheitspersonal in den Wald. Auch Halles Bürgermeister Thomas Tappe ist vor Ort, um mit den Aktivisten zu sprechen. Ob es zu einer Räumung kommt, ist noch unklar. Die Protestler sind jedoch darauf vorbereitet.

Dieses Video zeigt Bürgermeister Thomas Tappe im Storck-Wald:

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So reagiert ein Aktivist auf die Ansprache des Bürgermeisters:

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Dienstag, 23. Februar:

Die Stadt Halle hat Strafanzeige gegen die Besetzer im Storck-Wald gestellt. Die politischen Parteien indes drücken ihr Verständnis dafür aus, dass junge Menschen für ihre Ideale eintreten, weisen jedoch auch klar auf die Grenzen hin.

- © Heiko Kaiser
(© Heiko Kaiser)

Im Wald verläuft der zweite Tag jedoch ruhig. Die rund 30 Aktivisten legen Hindernisse auf den Weg. Fridays for Future (FFF) Altkreis Halle bietet eine Führung durch den Storck-Wald an. Auf Twitter präsentieren sie ihre "Spiderweb-Barrikaden":

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Montag, 22. Februar:

Die erste Nacht haben die Aktivisten überstanden. Vorbereitet haben sie sich auf ihr Lager im Wald schon Monate zuvor. Ein Trecker am frühen Morgen wirkt zunächst wie ein Räumungskommando. Doch die Polizei erläutert, dass es dafür noch keine Pläne gibt.

Sonntag, 21. Februar:

Vertreter der Gruppe "Extinction-Rebellion" und "Ende Gelände" geben bekannt, dass sie Bäume im Storck-Wald, den sie "Steini" getauft haben, besetzt haben. Mit der Aktion wollen sie die geplante Rodung stoppen. Mehr dazu unter diesem Link.

Alle Links zum Thema finden Sie unter diesem Link.


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