SteinhagenPlatz für 300 Gäste: Aus der Ströhn-Schänke wird das "Time Out"

Ekkehard Hufendiek

Der Umbau der ehemaligen Ströhn-Schänke zum schicken Time-out ist weit fortgeschritten. Zidane Ari (links) und Markosyan Vahe bedienen schon bald die ersten Gäste. - © Ekkehard Hufendiek
Der Umbau der ehemaligen Ströhn-Schänke zum schicken Time-out ist weit fortgeschritten. Zidane Ari (links) und Markosyan Vahe bedienen schon bald die ersten Gäste. © Ekkehard Hufendiek

Steinhagen. „Wenn alles gut läuft, machen wir am 1. April auf", hofft Mehmet Ari. Selbst unter den herrschenden Hygienevorschriften können dann immerhin 120 Gäste im Time Out Platz finden – Bier- und Wintergarten machen es möglich. Der Wintergarten soll laut Ari sehr gut isoliert sein. Acht Klimaanlagen sorgen für ausreichend Wärme und Gemütlichkeit: „Sogar bei minus 20 Grad können die Gäste hier sitzen", sagt der Gastronom.

Seit 30 Jahren in der Gastronomie

Der 49-Jährige ist seit 30 Jahren in der Gastronomie tätig. Er ist anscheinend so erfolgreich, dass er mittlerweile nur als Investor in Erscheinung tritt. Aufs Foto möchte er jedenfalls nicht. Mehmet Ari bleibt lieber im Hintergrund, überwacht die Renovierungsarbeiten und sorgt später dafür, dass der Laden läuft.

Er besitzt mittlerweile drei eigenständige Gastronomiebetriebe: den Oerkenkrug in Bielefeld, das Outside an der Borgholzhausener Straße in Werther und jetzt das Time Out an der Brockhagener Straße. Die drei Gastronomiebetriebe haben ein ähnliches Gepräge: Sie liegen außerhalb der innerstädtischen Ortschaften, bieten viel Parkraum, einen großen Biergarten und zahlreiche Spielgelegenheiten für Kinder. „Das ist mein Konzept", erklärt Ari. Er rechne damit, dass seine Gäste den Besuch gerne wie einen Ausflug genießen und dabei etwas Zeit für die Anfahrt in Kauf nehmen, um in Ruhe etwas essen und trinken zu können.

Die Deckenleuchten sind als liegende Acht geformt. - © Ekkehard Hufendiek
Die Deckenleuchten sind als liegende Acht geformt. (© Ekkehard Hufendiek)

500.000 Euro für die Renovierung

Laut Mehmet Ari hat er eine halbe Million Euro in die Renovierungsarbeiten hineingesteckt. Das Dach im Wintergarten lässt sich durch eine Lamellenkonstruktion öffnen. „Im Sommer ist es ein Sommergarten, im Winter ein Wintergarten", erläutert Mehmet Ari. Einen Innenarchitekten hat er nicht beauftragt. Theke, Tische, Stühle, Beleuchtung, Außenanlage – alles ist neu und nach seinen Ideen ausgeführt worden. Ari lässt 15 bis 20 Parkplätze zusätzlich bauen. Für Familien mit Kindern lässt er ein Trampolin aufstellen.

Im Restaurant sind die Wände grau und melonengelb gestrichen. Alle Stühle und Bänke sind gepolstert. Mehrere große Deckenleuchten erhellen die Räume und strahlen ein Licht in unterschiedlich warmen Farben aus. Mehmet Ari hat sie als Sonderanfertigung in der Form einer liegenden Acht anfertigen lassen. Sie sollen den Gästen als Wiedererkennungswert dienen. Das Symbol einer liegenden Acht steht in der Mathematik für die Unendlichkeit. Auch in seinem Restaurant soll es die Möglichkeit einer endlos andauernden Auszeit symbolisieren. „Ich wollte etwas ganz Besonderes machen", sagt Ari.

Bis 15. März soll es fertig sein

Am 15. März sollen die Umbauarbeiten beendet sein. Ein paar letzte Feinheiten müssen noch ausgeführt werden. Es fehlen zum Beispiel ein paar Lampen über der Theke. Außerdem müssen die Handwerker noch den Bodenbelag für den neuen Wintergarten aufschrauben. Der ist wie eine Holzterrasse gestaltet. Des Weiteren müssen die Handwerker noch das Isolierglas für den Wintergarten einbauen.

Das Angebot ist klassisch: Die Gäste können italienisch essen, es gibt Schnitzel, Filet- oder Rumpsteak. „Zu 70 Prozent ist das Angebot so wie im Outside", verspricht Mehmet Ari. Das Time Out wird nicht vermietet. „Ich werde das Lokal nie zuschließen für geschlossene Gesellschaften", sagt Ari. Das passe nicht ein sein Konzept.

Die neue Fassade des Time Out ist grau gestrichen. Innen setzt sich die Farbe fort. - © Ekkehard Hufendiek
Die neue Fassade des Time Out ist grau gestrichen. Innen setzt sich die Farbe fort. (© Ekkehard Hufendiek)

Für die kommenden Monate sucht er noch Aushilfen. Durch den großen Biergarten und die Betonung der Außengastronomie findet das Hauptgeschäft im Sommer statt. Die Monate Juni, Juli, August und September sind laut Mehmet Ari fürs Geschäft die wichtigsten. In der Zeit muss der Laden brummen. Dass der Start fürs Time Out gut verlaufen wird, scheint sicher. „Viele haben schon gefragt, wann wir aufmachen. Es hat sogar schon Reservierungen gegeben", sagt Mehmet Ari.

Archiv-Texte zum Thema:

Restaurant-Eröffnung auf dem Ströhen vorerst gescheitert (2019)

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