HallePolitiker fordern offene Tore zur Freifläche am Berufskolleg

SPD und Grüne wollen Grünfläche für die Haller Bürger: Stadt und Kreis können sich in ersten Gesprächen nicht hinsichtlich der Nutzung der Freifläche hinter dem Berufskolleg einigen. Nun schlagen die ersten Parteien ihre Lösungsideen vor, deren Ziele identisch sind

Uwe Pollmeier

Schauen sich das Gelände an: Wolfgang Bölling (Vorsitzender der SPD-Fraktion Halle, Dritter von rechts) schaut sich gemeinsam mit Liane Fülling, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, sowie einigen parteikollegen die Freifläche hinter dem Berufskolleg an. - © Uwe Pollmeier
Schauen sich das Gelände an: Wolfgang Bölling (Vorsitzender der SPD-Fraktion Halle, Dritter von rechts) schaut sich gemeinsam mit Liane Fülling, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, sowie einigen parteikollegen die Freifläche hinter dem Berufskolleg an. © Uwe Pollmeier

Halle. Für Liane Fülling, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, und ihren Kollegen Wolfgang Bölling, Fraktionschef in Halle, ist die Zukunft der Freifläche zwischen Berufskolleg und Bahnschienen klar. „Man sollte das Gelände möglichst zeitnah öffnen", sagt Fülling. Wenn der Zaun weg wäre, würden die Haller die Fläche ganz schnell in Besitz nehmen", ergänzt Bölling.

Fußball spielen, picknicken oder einfach nur entspannen – das 17.000 Quadratmeter große Areal mit den teils riesigen alten Eichenbäumen wäre innerhalb weniger Tage ein zentraler Anlaufpunkt für die Bürger. Für die SPD wäre die Öffnung der Parkfläche für die Bevölkerung die logische Folge aus den bisherigen Überlegungen.

„Wir haben bereits im April 2018 in der Ratssitzung gesagt, dass wir uns hier eine Grünfläche für Jung und Alt wünschen", blickt Bölling zurück. Durch die geplanten Baugrundstücke auf dem Sandkamp- und dem Borgersgelände sei man trotz Wohnungsknappheit nicht mehr auf die Fläche am Berufskolleg angewiesen. Daraufhin habe der Kreis der Stadt ein Kaufangebot unterbreitet, in dem der Quadratmeterpreis auf 177,50 Euro festgelegt worden war. „Selbst für Bauland ist das ein unterirdischer Preis", sagt Bölling. Man könnte dann niemals darauf bauen und danach vernünftige Mietpreise einhalten. Aber das wolle man ja ohnehin nicht. Derzeit sei die Fläche Gemeinbedarfsfläche und das bliebe dann auch so.

Von der Idee der Grünen, die Fläche zu einem deutlich günstigeren Preis zu kaufen und dann bei einer doch noch später erfolgenden Bebauung den Differenzbetrag an den Kreis nachzuzahlen, hält Bölling wenig. „Es wäre viel zu verfrüht, das Gelände zu kaufen. Aus Sicht der Kreisverwaltung ist doch eigentlich nur eine Öffnung möglich", sagt Bölling. Schließlich ist eine Bebauung ausgeschlossen und ein Verkauf wäre ohne Erfolgsaussichten. Am Dienstag, 3. September, steht das Thema auf der Tagesordnung des Planungsausschusses.

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