Das Duell: Sarah Süß und Hans-Heino Bante-Ortega kämpfen weiter

Sarah Süß von der SPD und Hans-Heino Bante-Ortega von der CDU treten am 27. September in einer Stichwahl gegeneinander an. Beide sind weiter im Wahlkampfmodus.

Frank Jasper

- © Fotos: CDU und SPD
(© Fotos: CDU und SPD)

Steinhagen. Dass der Wahlkampf in die Verlängerung geht – damit haben sowohl die SPD-Bürgermeisterkandidatin Sarah Süß als auch ihr CDU-Kontrahent Hans-Heino Bante-Ortega gerechnet. Sarah Süß machte am späten Sonntagabend aber keinen Hehl daraus, dass sie mit einem derart guten Abschneiden nicht gerechnet hatte. In 14 von 17 Wahlbezirken ist sie die Favoritin. Hans-Heino Bante-Ortega sammelte in den drei Bezirken in seinem Wohnort Brockhagen die meisten Stimmen ein. Am Ende erhielt Sarah Süß 45,70 Prozent der Simmen, Hans-Heino Bante-Ortega 30,84 Prozent.

„Den bisherigen Vorsprung von Frau Süß sehe ich persönlich als besonderen Ansporn, mich in den nächsten 14 Tagen noch mal ordentlich ins Zeug zu legen", teilte Hans-Heino Bante-Ortega gestern mit. Und auch Sarah Süß hat lägst wieder in den Wahlkampfmodus geschaltet: „Ausschlaggebend für mein gutes Abschneiden dürfte meine Verwaltungserfahrung sein, das ist vielen Leuten wichtig. Und durch mein Alter stehe ich für Beständigkeit", grenzt sich die 28-Jährige von ihrem Konkurrenten ab.

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Zufrieden mit seinem Ergebnis als Drittplatzierter mit 10,73 Prozent zeigte sich gestern Meik Tischler, der als unabhängiger Kandidat ohne eine Partei im Rücken angetreten war. „Hätte Detlef Gohr von den Grünen nicht relativ spät auch noch seinen Hut in den Ring geworfen, hätte ich möglicherweise mehr Stimmen erhalten", mutmaßt Tischler. Gohr liegt mit 10,35 Prozent der Stimmen knapp hinter ihm.

Seinen bisherigen Unterstützern gibt Meik Tischler jetzt eine klare Wahlempfehlung: „Hans-Heino Bante-Ortega ist im Wahlkampf sympathisch rübergekommen, und er bringt politische Erfahrung mit", wirbt Tischler für den CDU-Kandidaten und verabschiedet sich damit aus dem Wahlkampf: „Vielleicht wird man in fünf Jahren bei der nächsten Bürgermeister-Wahl wieder von mir hören ..."

„Ich hatte mir ein zweistelliges Ergebnis erhofft"

Gedrückte Stimmung bei Kai Funke. Er sitzt fortan für die UWG im Gemeinderat, die damit nach sechsjähriger Pause wieder vertreten ist. Bei der Bürgermeister-Wahl landete er aber weit abgeschlagen auf dem fünften und damit letzten Platz mit 2,35 Prozent. „Ich hatte mir ein zweistelliges Ergebnis erhofft", sagte Funke gestern im HK-Gespräch, „aber vor allem bei Facebook wurde heftig Stimmung gegen mich gemacht." Das habe möglicherweise Stimmen gekostet. Nach seinem Ausscheiden unterstütze die UWG nun den CDU-Bürgermeisterkandidaten Hans-Heino Bante-Ortega, so Funke.

Als Einzelkämpfer möchte er künftig nicht im Rat sitzen und hat darum noch am Wahlabend der FDP, die zwei Sitze erhielt, vorgeschlagen, eine Fraktionsgemeinschaft zu bilden. „Mit der AfD möchte ich nicht zusammenarbeiten, und die Satirepartei kommt auch nicht in Frage. Politik soll Spaß machen, aber ich möchte ernsthafte Politik machen", erklärt Kai Funke.

Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag in Steinhagen bei 62 Prozent.

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