Werthers Bürgermeisterin will Landrätin werden - Wie reagiert Landrat Adenauer?

Die seit 20 Jahren amtierende Sozialdemokratin fordert im kommenden Jahr Amtsinhaber Sven-Georg Adenauer in Gütersloh heraus

Marc Uthmann

Bürgermeisterin Marion Weike  - © Anja Hanneforth
Bürgermeisterin Marion Weike  (© Anja Hanneforth)

Werther/Kreis Gütersloh. Der SPD-Kreisvorsitzende Thorsten Klute bestätigte am Freitag auf Anfrage die Personalie: Die Partei will ihre Kandidatin an diesem Freitag auf einer Pressekonferenz präsentieren und dann mehr Details zum anstehenden Wahlkampf verraten.

Marion Weike arbeitet seit 1999 als hauptamtliche Bürgermeisterin in Werther und hat sich in der kleinen Stadt seither politisch stets behauptet. Darüber hinaus setzt sie aber auch landes- und bundespolitische Akzente: etwa als Vizepräsidentin des Städte- und Gemeindebundes in NRW oder in der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik, in der sie im Landes- und Bundesvorstand aktiv ist.

Weike müsste 2020 auch ihr Bürgermeisteramt verteidigen

Eine äußerst scharfsinnige und instinktsichere Politikerin, die über ihre kleine Stadt hinaus für die Interessen der Kommunen kämpft - das Format für eine Kandidatur gegen den großen Mann mit dem großen Nachnamen bringt Marion Weike ganz sicher mit. Sven-Georg Adenauer dürfte also zumindest gewarnt sein. Pikanterweise müsste Marion Weike im kommenden Jahr auch ihr Bürgermeisteramt in Werther verteidigen - offenbar werden die politischen Karten in der Böckstiegelstadt jetzt ganz neu gemischt.

"Wir verstehen uns prächtig", sagt der Amtsinhaber

Amtsinhaber Adenauer hat derweil gelassen auf die angekündigte Landrats-Kandidatur von Werthers Bürgermeisterin Marion Weike reagiert. Die Kandidatur sei für ihn keine Überraschung, allenfalls eine kleine, sagte er mit einem Augenzwinkern. Er schätze Frau Weike persönlich. „Wir verstehen uns prächtig." Es gebe ein gutes Miteinander. Als Beispiel nannte der Landrat den Bau des Böckstiegelmuseums.

Adenauer hielt sich hinsichtlich Prognosen zum Wahlausgang zurück. Er halte es bei dieser Wahl genauso wie bei allen anderen vorausgegangenen Landratswahlen und wie beim Sport: Niemals einen Gegner unterschätzen. „Mit dieser Einstellung habe ich immer sehr gute Erfahrungen gemacht", so Adenauer. „Da ich Frau Weike kenne, bin ich sicher, dass es einen fairen Wahlkampf geben wird."

Copyright © Haller Kreisblatt 2019
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.