SteinhagenSchaeffler verkündet starke Zahlen - und hat trotzdem Sorgen

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Steinhagen/Herzogenaurach. Gute Nachrichten auch für die mehr als 300 Mitarbeiter im Steinhagener Werk: Die Aktionäre der Schaeffler AG haben auf der ordentlichen Hauptversammlung des weltweiten Automobil- und Industriezulieferers dem Dividendenvorschlag des Vorstands zugestimmt. Die Dividendenausschüttung beläuft sich auf 50 Cent je Vorzugsaktie.

„Wir haben das Geschäftsjahr 2021 trotz eines anspruchsvollen Umfelds mit einem starken Ergebnis abgeschlossen. Durch die konsequente strategische Weiterentwicklung der vergangenen Jahre sind wir gut positioniert", sagte der Vorstandsvorsitzende der Schaeffler AG, Klaus Rosenfeld. In seinem Bericht ging Rosenfeld auf die Entwicklung des Unternehmens ein. Positiv zum Erfolg der Schaeffler Gruppe trug das gute Abschneiden der Sparte Automotive Technologies bei, die sich um vier Prozentpunkte besser als die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen entwickelte. Zudem konnte die Sparte Automotive Aftermarket von einer starken Umsatzentwicklung und der steigenden Nachfrage nach individueller Mobilität profitieren.

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"Der Krieg in der Ukraine macht uns sehr betroffen"

Insgesamt ist das positive Ergebnis zudem auf die breite Aufstellung der Gruppe und die starke Entwicklung der Industriesparte, die 2021 in allen Regionen zweistellige Wachstumsraten verzeichnet hatte, zurückzuführen.

„Das Jahr 2022 wird schwierig. Der Krieg in der Ukraine macht uns sehr betroffen. Zugleich sind auch wir, wie viele andere Unternehmen, von den steigenden Materialpreisen, den zunehmenden Energie-, Transport- und Logistikkosten und von der zunehmenden Fragilität der globalen Lieferketten beeinträchtigt", sagte Klaus Rosenfeld.

In den vergangenen Jahren war im hiesigen Werk ein harter Arbeitskampf geführt worden, nachdem Herzogenaurach angekündigt hatte, in Steinhagen Jobs im dreistelligen Bereich abbauen zu wollen.

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