Telekom braucht noch Zeit: Glasfaser auf dem Land kommt später

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Internet bis ins letzte Tal: Hier einer der neu errichteten Verteilerkästen in Wichlinghausen in der Nähe des Spiekerhofs. Von ihnen aus erfolgt der Ausbau des Netzes bis in die einzelnen Häuser. - © Andreas Großpietsch
Internet bis ins letzte Tal: Hier einer der neu errichteten Verteilerkästen in Wichlinghausen in der Nähe des Spiekerhofs. Von ihnen aus erfolgt der Ausbau des Netzes bis in die einzelnen Häuser. (© Andreas Großpietsch)

Borgholzhausen (HK/AG). Die mit erheblichen Fördermitteln in Gang gesetzte Verbesserung der Breitbandversorgung von rund 1.200 Haushalten in Borgholzhausen kommt voran, wenn auch langsamer als noch im Mai angekündigt. Erste direkte Glasfaseranschlüsse im Raum Kleekamp sind zwar bereits aktivierbar, aber insbesondere beim Vectoring-Ausbau in den anderen Ortsteilen wird sich die Scharfschaltung der Anschlüsse um ein bis zwei Monate verzögern.

Hintergrund ist laut dem Telekom-Vertriebsbeauftragtem Jörg Schulze, dass die Kollegen aus der Telekom-Infrastrukturabteilung wegen Problemen mit der bislang eingesetzten Firma nun für den Abschluss der letzten Arbeiten eine neue Tiefbaufirma beauftragen musste. Die Firma telecomfort als örtlicher Vertriebspartner der Telekom in Borgholzhausen kann aber bereits Bestellungen für die höheren Bandbreiten entgegennehmen. Inhaber Frank Stenzel und sein Team bieten eine umfassende Beratung zu Nutzungen und Tarifen an.

Bessere Bandbreite bekommt man nur mit neuem Tarif

Auch Bürgermeister Dirk Speckmann empfiehlt den Piumer Bürgern und Unternehmen, bereits in den kommenden Wochen aktiv zu werden. Denn die teils deutlich besseren Bandbreiten können nur genutzt werden, wenn auch entsprechende Tarife gebucht sind.

Speckmann: „Auch wenn es nun noch einmal zu einer kurzen Verzögerung kommt, bin ich sehr froh, dass in Zusammenarbeit mit sieben weiteren Städten und Gemeinden des Kreises Gütersloh nun für so viele Haushalte in der Stadt eine spürbare Verbesserung eintritt." Der Ausbau erfolgte unter Federführung des Unternehmens Infokom.

Allein für Borgholzhausen mussten rund zwei Millionen Euro Steuergeld aufgewandt werden, um für den Netzbetreiber die Wirtschaftlichkeitslücke auszugleichen. Auf der Homepage der Stadt Borgholzhausen findet sich auch eine detaillierte Karte zum Thema. Sie zeigt, welche Ortsteile und Adressen in den kommenden Monaten von der besseren Internetversorgung profitieren werden. Besonders viele weiße Flecken sollen sich im Süden der Stadt durch die Investitionen in „Hotspots" verwandeln.

Ebenfalls fortgesetzt würden die Bemühungen der Stadt und ihrer Partner im Kreis, um auch die letzten rund 250 unterversorgten Adressen in den kommenden zwei Jahren mit guten Breitbandanschlüssen zu versorgen, erklärt die Stadt in ihrer Pressemitteilung. Weil die Wege zu den letzten unterversorgten Häusern noch länger werden, müssen deutlich höhere finanzielle Mittel von Bund, Land und Stadt Borgholzhausen beigesteuert werden. Das Ziel einer wirklich flächendeckenden Ausstattung des Stadtgebiets mit schnellem Internet besitzt weiterhin Gültigkeit.

Darüber hinaus sei auch geplant, die Funkabdeckung zu verbessern. In einigen Teilen Borgholzhausens sinkt die Qualität des mobilen Telefonanschlusses recht rasch in bedenkliche Bereiche. Die hiervon betroffenen Bewohner brauchen jedoch noch nicht aktiv zu werden. Eine Karte der von dieser Verbesserung profitierenden Anschlüsse findet sich ebenfalls auf der Homepage der Stadt.

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