Autobahnlauf: Mehr als 1.000 Sportler erobern die A 33 zu Fuß

Dennis Bleck

Mehr als 1.000 Läufer nutzen die einmalige Chance, auf einer Autobahn zu laufen. - © Nicole Donath
Mehr als 1.000 Läufer nutzen die einmalige Chance, auf einer Autobahn zu laufen. (© Nicole Donath)

Borgholzhausen. Es hatte etwas von Silversternacht, als Borgholzhausens Bürgermeister Dirk Speckmann von zehn herunter zählte. Anders als zum Jahreswechsel ertönte nach Ende des Countdowns aber nur ein Knall: Der, der Startpistole, die den Autobahnlauf über zehn Kilometer eröffnete. Mehr als 1.000 Läufer waren am Samstagmorgen gekommen, um das neue Teilstück der A 33 zwischen Halle und Borgholzhausen Bahnhof zu Fuß zu erkunden. Die meisten von ihnen - mehr als 650 - über die längere, zehn Kilometer lange Strecke.

Die beendete Daniel Wimmer von der LG Deiringsen in 35:52 Minuten als schnellster Mann. Ilona Pfeiffer, Lokalmatadorin von Ausrichter LC Solbad, überquerte in 39:25 Minuten als erste Frau die Ziellinie. Nachdem Pfeiffer den ersten Autobahnlauf im Jahr 2001 nur als Zuschauerin verfolgt und die beiden weiteren in den Jahre 2018 und 2019 aus beruflichen Gründen verpasst hatte, "wollte ich unbedingt die letzte Chance ergreifen", sagte sie im Ziel. Erst auf der Strecke habe sie sich vorgenommen, das "Heimspiel" zu gewinnen.

Fotostrecke: Autobahnlauf A 33

Sportler erfahren Unterstützung von den Brücken und am Streckenrand

Die kürzere Distanz über fünf Kilometer dominierte in Paul Moritz Hundeloh ein junger Mann, der nicht nur ein talentierter Läufer sondern ein ebenso guter Handballer ist. Einen Tag bevor Hundeloh mit dem Verbandsligisten TuS Brockhagen in Emsdetten um zwei Punkte kämpft, schnappte er sich in 17:37 Minuten den ewigen Autobahn-Rekord. Im Frauenfeld über fünf Kilometer feierte der LC Solbad einen Dreifachtriumph. Janna Geisemeier (21:35 Minuten), Lina Speckmann (22:28) und Julia Speckmann (22:36) wiesen die Konkurrenz in die Schranken.

Hubert Kaiser, Vorsitzender des LC Solbad, zog schon kurz nach Ende der Veranstaltung ein zufriedenes Fazit. Alles habe reibungslos funktioniert und auch die Läufer geben nur positives Feedback. Überhaupt dominierten Superlative die Veranstaltung. Während Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann von einem "außergewöhnlichen Event" sprach, lobten die Sportler die "besondere Atmosphäre". Auch die Unterstützung durch die vielen Zuschauer auf den Brücken und am Streckenrand sei fantastisch.

Am Montag wird das letzte Teilstück zum Lückenschluss der A 33 dann ganz offiziell für den Verkehr freigegeben. Bis Samstagabend kann die Autobahn noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Und auch rund um das Veranstaltungsgelände ist eine Menge los.

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