Waldbrand im Teuto - Feuer unter Kontrolle, aber Einsatzkräfte müssen nachwässern

Jemima Wittig,Melanie Wigger,Andreas Eickhoff,Marc Uthmann

Der Waldbarnd im Teuto beschäftigte die Feuerwehrleute auch am Sonntag weiter. Nach dem Einsatz in der Nacht (Foto) musste tags darauf nachgelöscht werden. - © Andreas Eickhoff
Der Waldbarnd im Teuto beschäftigte die Feuerwehrleute auch am Sonntag weiter. Nach dem Einsatz in der Nacht (Foto) musste tags darauf nachgelöscht werden. (© Andreas Eickhoff)

Werther/Halle/Bielefeld. Am späten Samstagabend ist ein Brand auf dem Kamm des Teutoburger Waldes zwischen Bielefeld, Halle und Werther, im Bereich Isingdorf ausgebrochen. Trockene Fichten hatten dort Feuer gefangen.

Zwei Brandherde lagen in Werther, einer in Halle. Die Feuerwehr löschte seit etwa 21 Uhr. 350 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen - alle Löschzüge aus Werther, allein 106 Kräfte aus Bielefeld mit 20 Fahrzeugen, die Feuerwehr Halle, sowie Kräfte aus dem Kreis Herford.

Auf dem Parkplatz des Hammer-Marktes in Künsebeck wurde ein Feuerwehr-Sammelplatz eingerichtet. Güllefässer mit Wasser werden zur Unterstützung der Feuerwehr ebenfalls Richtung Brandstelle gefahren. Gegen 23 Uhr hatte das Großaufgebot die Feuer im Wesentlichen unter Kontrolle. Doch weil es auf dem Kamm noch kleine Brandherde gab, zogen sich die Löscharbeiten bis in die Morgenstunden. Gegen 8 Uhr morgens absolvierten die Kräfte auf Wertheraner Gebiet eine Kontrollfahrt.

Erneuter Alarm

Um 9.35 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Werther mit ihren drei Löschzügen jedoch erneut alarmiert, weil im Waldstück im Bereich Bergfrieden immer wieder Glutnester aufflackerten. Rund 90 Minuten wässerten die Feuerwehrleute den knochentrockenen Waldboden, ehe sie wieder einrücken konnten.

Die trockenen Bäume brannten lichterloh. - © Andreas Eickhoff
Die trockenen Bäume brannten lichterloh. (© Andreas Eickhoff)

Verdächtige auf freiem Fuß

Weil mehrere, nur 100 bis 200 Meter voneinander entfertne Brandherde gemeldet worden waren, ermittelte die Polizei schnell in Richtung Brandstiftung. Sie  ließ den Bereich rund um die Brände weiträumig absperren, um nach Brandstiftern zu suchen. Dabei wurden drei Personen vom  Polizeihubschrauber aus per Wärmebildkamera entdeckt. Zwei von ihnen wurden festgenommen, eine Person ist noch auf der Flucht, wie die Polizei am Sonntagmorgen bestätigte. Die beiden Männer wurden noch in der Nacht von zwei Beamten der Kriminalpolizei vernommen, wurden  dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt - der Tatverdacht erhärtete sich nicht. Die Ermittlungen werden Montag fortgesetzt.

Die Polizei Gütersloh sucht weiterhin Zeugen. Wer hat am Abend rund um das Waldgebiet verdächtige Beobachtungen gemacht, Personen oder Fahrzeuge
bemerkt? Hinweise nimmt die Polizei Gütersloh unter der
Telefonnummer 05241 869-0 entgegen.

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