Hat er demnächst den Bürgermeisterhut in Werther auf?

Nahezu einstimmig küren die SPD-Mitglieder den 35-jährigen Veith Lemmen zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. Er punktet mit Charme und guten Argumenten.

Anja Hanneforth

Veith Lemmen geht für die Wertheraner Sozialdemokraten ins Rennen um den Bürgermeistersessel. Nahezu einstimmig wurde er am Sonntag auf der Mitgliederversammlung gewählt. - © Pat Röhring
Veith Lemmen geht für die Wertheraner Sozialdemokraten ins Rennen um den Bürgermeistersessel. Nahezu einstimmig wurde er am Sonntag auf der Mitgliederversammlung gewählt. (© Pat Röhring)

Werther. „Ich freue mich total", strahlt ein glücklicher Veith Lemmen gestern Abend nach seinem überragenden Wahlerfolg im Haus Werther. Nahezu einstimmig, mit 34 von 35 Stimmen, wird er von der SPD zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. In einer mitreißenden Rede hatte er sich zuvor den Mitgliedern vorgestellt. „Ich will das von ganzem Herzen", sagt er, und man spürt, dass der 35-Jährige das genauso meint.

Nicht nur für VeithLemmen, auch für den SPD-Ortsverein ist es ein aufregender Nachmittag. Mit der Ankündigung Marion Weikes, sie würde nicht für eine fünfte Amtszeit kandidieren, war der Vorstand gezwungen, sich auf die Suche nach einem möglichen Nachfolger zu machen.

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Stolz auf Weike

Nicht nur für Veith Lemmen ist der gestrige Nachmittag ein besonderer Moment, sondern auch für Bürgermeisterin Marion Weike. Einstimmig wird sie von den Mitgliedern als Kandidatin für das Landratsamt nominiert. „Wir sind total stolz darauf, dass sie sich zur Wahl stellt", kommentiert Ortsvereinsvorsitzende Annette Milke-Gockel.

„Wir kannten VeithLemmen natürlich, schließlich ist er stellvertretender SPD-Landesvorsitzender. Deshalb haben wir uns zunächst gar nicht getraut, ihn zu fragen", gibt Ortsvereinsvorsitzende Annette Milke-Gockel zu. Am Ende habe man es doch getan und ihn angerufen.

"Das war eine besondere Ehre"

„Das war eine schöne Überraschung und eine besondere Ehre", beschreibt Lemmen den Moment. Man habe sich dann in Werther getroffen und gemerkt, dass man gut zusammenpasst. „Wir waren sehr glücklich, als er zugesagt hat", erinnert sich Milke-Gockel.

Für VeithLemmen fiel die Entscheidung am Ende leicht. Ihm seien in der Vergangenheit schon andere Ämter angetragen worden. „Ich bin aber nicht jemand, der gleich Ja sagt. Wenn ich jedoch etwas mache, bin ich mit ganzem Herzen dabei und brenne dafür. Für Werther habe ich mich bewusst entschieden. Denn ich finde, das passt!"

Das hören die Mitglieder natürlich gern, die die Zeit nutzen, mit dem möglichen Nachfolger Marion Weikes ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen.

"Ich möchte die Menschen mitnehmen"

„Ich möchte vor allem mit den Menschen im Austausch sein, sie mitnehmen", sagt Lemmen. Er hoffe sehr, dass er die Wertheraner überzeugen könne, dass er der Richtige für das Amt ist. Er fühle sich der Aufgabe jedenfalls gewachsen, „und mir hilft die Erfahrung der vergangenen Jahre". So habe er Verwaltungs- und Führungsaufgaben übernommen, wisse um Dienstwege, sei es gewohnt, intensiv und lange zu arbeiten und Akten zu fressen. „Ich bilde mir aber nicht ein, alles zu wissen. Wenn ich Hilfe brauche, frage ich nach. Und ich bin ein guter Teamplayer."

Er käme gebürtig zwar aus dem Rheinland, habe sich aber ganz bewusst für Ostwestfalen entschieden. Aktuell als Leiter für Projekte und Digitalisierung bei der Sozial-Aktiengesellschaft in Bielefeld tätig, würde er im Falle des Wahlerfolgs selbstverständlich nach Werther ziehen. „Das ist wichtig, hat auch etwas mit meinem Amtsverständnis zu tun", betont er.

Bis zur Kommunalwahl am 13. September 2020 will er die Wertheraner Bürger von seinen Qualitäten überzeugen. Bei den Mitgliedern der SPD ist ihm das bereits gelungen.

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