Abriss der Grundschule Brockhagen ist beschlossene Sache

Die Tage der Brockhagener Grundschule sind gezählt. 2022 soll das alte Gebäude abgerissen und mit dem Neubau begonnen werden. Doch vorher unternehmen die Politiker noch einige Reisen.

Sonja Faulhaber

2022 wird die Grundschule Brockhagen abgerissen, 2023 können die Schüler in den Neubau einziehen. - © Sonja Faulhaber
2022 wird die Grundschule Brockhagen abgerissen, 2023 können die Schüler in den Neubau einziehen. (© Sonja Faulhaber)

Steinhagen-Brockhagen. Wenn alle einer Meinung sind, dann muss gar nicht lange diskutiert werden. So war es zumindest Mittwochabend im Schulausschuss, als es um die Grundschule Brockhagen ging. In allen Fraktionen war unstrittig, dass der Neubau der Schule nötig ist. Einstimmig beschlossen die Schulausschussmitglieder daher, die Verwaltung mit dem weiteren Verfahren für den Abriss der Grundschule mit Verwaltungstrakt, Kellergeschoss, ehemaliger Hausmeisterwohnung und allen Klassenräumen einzuleiten. Die Sporthalle sowie die Mehrzweckhalle sind davon ausgenommen.

Zwar liegen die eigentlichen Bauarbeiten noch in einiger Ferne – 2022 soll mit dem Abriss begonnen werden, 2023 sollen die Schüler in den Neubau einziehen – doch für Lehrer, Politiker und Verwaltung beginnt die Arbeit bereits im März. Ab da wollen sich die Verantwortlichen nämlich Schulen regional und überregional anschauen, die Vorbild für den Brockhagener Neubau sein könnten. „Wir gehen auf Reisen", fasste es die Ausschussvorsitzende Sabine Godejohann gut gelaunt zusammen. Zuletzt hatten die Ausschussmitglieder dies getan, als es um die Frage ging, wie die neue Mensa am Schulzentrum aussehen soll. Damals war das Reisen von Erfolg gekrönt, nicht nur, dass die Mensa nach ihrer Eröffnung alle überzeugt hat, „wir haben dabei viel gesehen, wie es nicht geht", erinnert sich Godejohann.

Erste Ideen für eine neue Schule

Welche Schulen nun mit Blick auf die Brockhagener Grundschule besucht werden, steht noch nicht fest. Aber egal ob Harsewinkel, Dortmund oder Moers, der Wille, das beste Konzept für den Neubau zu finden, war bei allen Beteiligten spürbar. Wenn es nach Schulleiterin Susanne Kordes geht, wäre übrigens auch ein Ausflug zur Grundschule Laukshof sinnvoll, denn das offene Foyer als Treffpunkt könne sie sich auch in Brockhagen gut vorstellen.

Die Verantwortlichen haben bei all ihren Überlegungen der nächsten Monate dabei natürlich immer das Grundkonzept der Grundschule im Hinterkopf. Dieses besagt, dass die Schule durchgängig zweizügig bleiben möchte und die direkte Verbindung zur Natur sucht – zum Beispiel dadurch, dass jeder Klassenraum einen eigenen Ausgang zum Gartenbereich hat.

Warum ist ein Neubau nötig?

Doch warum muss die Grundschule überhaupt neu gebaut werden? Im Rahmen der Vorbereitungen für den Umbau der Hausmeisterwohnung zu einer Mensa wurden an der Schule bestehende Drainagen und Grundleitungen saniert. Als Folge der Sanierung ist der Grundwasserstand im Bereich der sanierten Leitungen merklich angestiegen, so dass Feuchtigkeit in den Keller eingedrungen ist. Schäden an anderen Wasserleitungen führen auch jetzt noch zu Sandeinspülungen. Ein Problem, das zurzeit provisorisch durch das Abpumpen des überschüssigen Grundwassers angegangen wird. Dieses Wasser wird in die Kanalisation geleitet. Eine Dauerlösung ist dies aber nicht.

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