HalleKeine Erweiterung in Halle möglich? Das sind die Alternativen für Storck

Heiko Kaiser

Welche Alternativen zum Storck-Standort in Halle gibt es für das Unternehmen noch? - © Ulrich Fälker
Welche Alternativen zum Storck-Standort in Halle gibt es für das Unternehmen noch? © Ulrich Fälker

Halle. Das Unternehmen Storck produziert an vier Standorten. Und zwar ausschließlich an deutschen Standorten. Schon allein das ist eine bemerkenswerte Nachricht. „Von den zehn größten Süßwarenunternehmen der Welt, zu denen wir gehören, sind wir die einzigen, die ausschließlich in Deutschland produzieren", sagt Dr. Marc Lörcher, Technischer Direktor der August Storck KG.

Von den 7.300 Mitarbeitern sind etwa 3.200 in Halle beschäftigt. Zur zweitgrößten Produktionsstätte ist mit 1.700 Beschäftigten das 1993 kurz nach der Wiedervereinigung eröffnete Werk in Ohrdruf (Thüringen) geworden. 1.100 Menschen arbeiten am Standort Berlin. Etwa 100 Beschäftigte zählt das Werk der Helmut Löser GmbH & Co. KG. Den Hersteller von Waffeln hatte Storck 2017 übernommen.

In Thüringen gäbe es Optionen für Wachstum

Aufgrund der Standortverhältnisse am Berliner Werk ist dort keine Erweiterung möglich. Das hat Konsequenzen, wie Dr. Lörcher verdeutlicht: „Deutsche Industrieunternehmen brauchen jährlich eine Produktivitätssteigerung von zweieinhalb bis drei Prozent. Wenn keine Erweiterungen möglich sind, müssen entweder höherwertige Produkte produziert oder es muss rationalisiert werden. Das heißt: gleiche Produktion mit weniger Beschäftigten." So sei die Zahl der Mitarbeiter in Berlin permanent zurückgegangen.

Um zu wachsen, will das Unternehmen nun in Halle investieren. Möglich wäre es jedoch auch am Standort in Thüringen. „Hier sind 50 Prozent der Betriebsfläche noch unbebaut", sagt Lörcher. Wald gibt es dort nicht. Und auch in Taunusstein habe man es mit einer sehr entgegenkommenden Verwaltung zu tun. „Und das, obwohl sie uns noch nicht seit 60 Jahren kennen", so Dr. Lörcher.

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