Der neue Corona-Impfstoff soll bei Baxter in Halle produziert werden

Im Kampf gegen die Infektionskrankheit Covid19 wartet die Welt gebannt auf einen Impfstoff. Allein in der EU sollen 300 Millionen Dosen eingesetzt werden. Auch die Krebsmittelfirma Baxter macht mit.

Nicole Donath, Martin Krause

Das Unternehmen Baxter - © Ulrich Fälker
Das Unternehmen Baxter (© Ulrich Fälker)

Halle. Eigentlich ist die Firma Baxter Oncology auf Medikamente gegen Krebs spezialisiert. Doch jetzt in der Corona-Pandemie gibt es in der Pharmabranche eine große Kooperationsbereitschaft: Jetzt will der ostwestfälische Standort des US-amerikanischen Baxter-Konzerns in Halle auch den neuen Impfstoff produzieren, den die Mainzer Firma Biontech und der US-Konzern Pfizer auf den Markt bringen wollen. Die Produktion soll dem Vernehmen nach schon Anfang Dezember in Halle beginnen.

Bei Baxter Oncology wird die Information bisher nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert. "Wir sind nicht befugt, zum jetzigen Zeitpunkt etwas dazu zu sagen", erklärte Personalchef Jürgen Fleischer.

Umbaumaßnahmen und neue Mitarbeiter in Halle

Die Verträge für die Aufnahme der Auftragsproduktion seien noch in Arbeit, heißt es aus dem Umfeld des Unternehmens. Nach einer Meldung des WDR seien die Mitarbeiter in Halle bereits über die Pläne informiert worden. Zudem seien notwendige Umbauten eingeleitet worden. Weltweit soll der Impfstoff auch an anderen Standorten hergestellt werden.

Dr. Sven Remmerbach, Standortleiter Baxter - © Baxter
Dr. Sven Remmerbach, Standortleiter Baxter (© Baxter)

Baxter hatte 2001 von Degussa die Krebsmittelsparte der Asta Medica AG mit Standorten in Bielefeld und Halle erworben. In Ostwestfalen beschäftigt der Arzneimittelhersteller bisher mehr als 700 Mitarbeiter - weitere soll nun für die Impfstoffproduktion eingestellt werden.

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