So sollen die Parkplätze an der Alleestraße gerettet werden

Die Initiative begründet, warum größere Rad- und Fußwege für sie nicht nötig sind

Uwe Pollmeier

Helmut Rose (rechts ) und seine Mitstreiter zählten an der Alleestraße. - © Uwe Pollmeier
Helmut Rose (rechts ) und seine Mitstreiter zählten an der Alleestraße. (© Uwe Pollmeier)

Halle. „Die Dramatisierung in Kaulens zweiter Planung können wir nicht nachvollziehen", sagt Helmut Rose. Die kürzlich im Verkehrsausschuss vorgestellten neuen Pläne des Verkehrsplaners Dr. Ralf Kaulen, die eine Halbierung der Parkplätze entlang der Alleestraße vorsehen, stoßen bei Rose und den übrigen Mitgliedern der Bürgerinitiative Alleestraße auf keinerlei Verständnis. „Wir fragen uns, warum an einigen Stellen die Nebenanlagen erweitert werden sollen", sagt Rose nach einer eigenen Verkehrszählung am Donnerstagmorgen. An sechs markanten Punkten entlang der Alleestraße haben Mitglieder der Initiative Radfahrer und Fußgängerzahlen erfasst.

„Wir haben heute festgestellt, dass die Radfahrer mit den vorhandenen Nebenanlagen positiv umgehen und sehr rücksichtsvoll unterwegs sind", sagt Rose als erstes Fazit nach der zweistündigen Zählung zwischen 7 und 9 Uhr. „Wir haben beobachtet, dass Massen von Schülern über Mönch- und Winnebrockstraße zum Kreisgymnasium und ebenso sehr viele Schüler über Neustädter Straße und Pestalozzistraße zum Schulzentrum Masch fahren", berichtet der Sprecher.

„Die Querungshilfe am Klingenhagen ist daher unheimlich wichtig für die Sicherheit von Fußgängern"

Diese Bypässe im Osten und Westen der Alleestraße seien äußerst beliebte Alternativstrecken zur Hauptverkehrsader. „Es geht doch eigentlich darum, zu überlegen, wie ich den Verkehr so lenke, dass Konflikte erst gar nicht entstehen", sagt Rose. „Es wird auf den bestehenden Radwegen ausgesprochen diszipliniert gefahren. Ebenso vorbildlich verhalten sich die Fußgänger" betont Rose.

Dass vor der Hansa-Apotheke am Bahnhof noch 154 Radfahrer gezählt wurden, die innerhalb der gemessenen 120 Minuten stadtauswärts fuhren, aber nur 250 Meter weiter auf Höhe des Hotels Hollmann lediglich 77 ankamen, zeige, dass viele zwischendurch die Straßenseite wechselten. „Die Querungshilfe am Klingenhagen ist daher unheimlich wichtig für die Sicherheit von Fußgängern", betont Rose.

Eine Reduzierung der Parkplätze zugunsten einer Ausweitung der Nebenanlagen erscheint somit aus Sicht der Bürgerinitiative nicht notwendig. „Wir möchten verhindern, dass durch die Reduzierung von Parkraum die an der Alleestraße ansässigen Gewerbetreibende gezwungen werden, ihre Standorte zu verlagern", erklärt Rose.

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