HalleGrünfläche am Berufskolleg: CDU will dem Kreis 850.000 Euro bieten

Kompromissvorschlag soll schnelle Einigung ermöglichen

Rolf Uhlemeier

Barbara Schwittay, Claudia Stricker und Wolfganf Schulz (hinten, von links) und Reinhard Stricker, Wilhelm Lange und Hendrik Schaefer (vorne, von links).
3.9.2019 - © Rolf Uhlemeier
Barbara Schwittay, Claudia Stricker und Wolfganf Schulz (hinten, von links) und Reinhard Stricker, Wilhelm Lange und Hendrik Schaefer (vorne, von links).
3.9.2019 © Rolf Uhlemeier

Halle. „Wir haben kurzfristig zu diesem Termin eingeladen und sind in fröhlicher Stimmung", erklärte Hendrik Schaefer Dienstagmorgen im Schatten der großen Eichen. Der Fraktionsvorsitzende präsentierte im Kreise seiner Mitstreiter den Kompromissvorschlag, mit dem die Haller CDU nach Kräften dazu beitragen möchte, dass die Zäune rund um die Grünfläche am Berufskolleg fallen und die Haller Bürger in den Genuss eines Stadtparks kommen.

Zur Erinnerung: Nach einer offiziellen Anfrage hatte der Kreis Gütersloh der Stadt ein Angebot unterbreitet – mit einem Quadratmeterpreis zu Baulandpreisen von 177,50 Euro. Daraufhin hatte die SPD gefordert, dass der Kreis die Fläche für Halles Bürger öffnet, ohne sie an die Stadt zu verkaufen. Die Grünen votieren dafür, das Gelände zu Grünlandpreisen zu erwerben. Diese Vorschläge halten die Christdemokraten nicht für kompromissfähig. Sie schlagen vor, dem Kreis einen Kaufpreise von maximal 50 Euro pro Quadratmeter anzubieten. Entsprechend müsste Halle für das 17.000 Quadratmeter große Areal 850.000 Euro aufbringen.

„Die 50 Euro pro Quadratmeter sind mehr als das, was üblicherweise für eine Gemeinbedarfsfläche angesetzt wird. Wir sind der Meinung, das ist ein faires Angebot", erklärte der Fraktionsvorsitzende. Durch ihren Kompromissvorschlag hoffen die Christdemokraten kurzfristig Bewegung in die aktuell festgefahrenen Verhandlungen zu bringen. Schaefer: „Wir sind der Meinung, dass man dem Kreis entgegenkommen muss." Der Kompromiss der CDU, der sich zwischen der von der SPD geforderten kostenneutralen Öffnung des Geländes und den von der Kreisverwaltung aufgerufenen knapp 180 Euro bewegt, soll schnell eine Einigung ermöglichen. Zudem beinhaltet der Vorschlag eine Nachbesserungsklausel. Sollte die Fläche später doch bebaut werden, würde dem Kreis zugesichert, die Differenz zum Quadratmeterpreis für Bauland zu erstatten.

Schaefer sieht gute Chancen für eine Einigung im Haller Rat und im Kreisausschuss, der einem entsprechen Angebot zustimmen müsste. „Wir sind vom Vorschlag der Grünen ja nicht so weit entfernt." Nun hofft die CDU, dass möglichst schnell Bewegung in die seit vielen Jahren schwelende Diskussion um einen Stadtpark zwischen Berufskolleg und Bahnlinie kommt: „Optimal wäre es, wenn schon im kommenden Haushalt Mittel für den Erwerb der Fläche eingestellt werden könnten." Bei der Gestaltung des Geländes können sich die Christdemokraten eine tragende Rolle der Stadtpark-Initiative ebenso vorstellen, wie eine enge Einbindung des Berufskollegs und der Haller Bürger.

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