Gerry Webers Retail-Tochter: Erste Kündigungswelle beendet

Die Gläubigerversammlung hat Stefan Meyer, der auch Sachverwalter der insolventen Retail GmbH ist, im Amt bestätigt.

Andrea Frühauf

Stammsitz: Neben dem Jobabbau in Halle wird des auch Mitarbeiter von Samoon treffen. - © Nicole Donath, HK
Stammsitz: Neben dem Jobabbau in Halle wird des auch Mitarbeiter von Samoon treffen. (© Nicole Donath, HK)

Bielefeld/Halle. Der Lübbecker Rechtsanwalt Stefan Meyer bleibt Sachverwalter für das Insolvenzverfahren der Gerry Weber Retail GmbH. Damit soll auch das größte Tochterunternehmen des insolventen ostwestfälischen Modeherstellers Gerry Weber International AG weiterhin in Eigenverwaltung saniert werden. Dies hat die Gläubigerversammlung in der Bielefelder Stadthalle so beschlossen. Auch der Gläubigerausschuss der Gerry Weber Retail GmbH wurde im Amt bestätigt.

Eine Sanierung des insolventen Modeherstellers Gerry Weber International AG mache nur in der Gruppe Sinn, soll Meyer nach Angaben gut unterrichteter Kreise gesagt haben. Für die Unternehmenstochter Hallhuber gibt es bekanntlich eine Verkaufsoption.

300 Vollzeitstellen werden gestrichen

Das Amtsgericht Bielefeld hatte am 1. Mai auch für das Tochterunternehmen Gerry Weber Retail GmbH das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. In drei Wellen, zum 30. September, 31. Oktober und 30. November sollen 146 Filialen der mehr als 800 Läden der Marken Gerry Weber, Taifun und Samoon geschlossen werden - darunter auch die beiden Filialen (Gerry Weber und Samoon) in Bielefeld und sowie die Geschäfte am Stammsitz des Unternehmens in Halle und in Versmold.

300 Vollzeitstellen sollen gestrichen werden. Die erste Kündigungswelle wurde laut Betriebsrat in diesem Monat abgeschlossen. Bei der Retail GmbH arbeiteten bis dahin gut 2.300 (Teilzeit-)Beschäftigte.

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