LokalsportSCSA glänzt auf ganz großer Bühne: Karolin Kuhlmann wird Fünfte in Berlin

Dennis Bleck

Hat in Berlin eine super Leistung abgespult: Karolin Kuhlmann. - © Mirko Seifert
Hat in Berlin eine super Leistung abgespult: Karolin Kuhlmann. © Mirko Seifert

Steinhagen/Berlin. Trainer Klaus Völcker sprach von einem „Sportevent der Superlative". Auch einige Tage nach der Rückkehr aus Berlin hat der 78-Jährige noch nicht alle Eindrücke des Wochenende verarbeitet. Zehn deutsche Meisterschaften zeitgleich an einem Ort, Liveübertragung im TV und mehr als 200 Titelkämpfe. Hinter der Hauptstadt liegt ein Mega-Sportwochenende, das die Schwimmer des SC Steinhagen-Amshausen aktiv mitgestaltet haben. Die Feuerprobe auf ganz großer Bühne? Der SCSA hat sie bestanden.

Allen voran Karolin Kuhlmann. Wie bereits kurz berichtet, ist die Polizistin seit Samstag die fünftschnellste Schmettersprinterin Deutschlands. Als Achte des Vorlaufs qualifizierte sich Kuhlmann in 27,77 Sekunden für das A-Finale, schlug dort nach 27,48 Sekunden als Fünfte an und verbesserte ihren OWL-Rekord. Nur 48 Hundertstel fehlten der Altkreis-Schwimmerin auf das Podium, knapp eine Sekunde schneller war Siegerin Aliena Schmidtke vom SC Magdeburg.

In der Vorbereitung auf das Event musste der SCSA improvisieren

Große Euphorie herrschte im SCSA-Lager auch nach den ersten Staffelwettkämpfen. Als „unerwartet" stufte Völcker den siebten Platz der 4x100-m-Lagenstaffel ein. Startschwimmerin Johanna Heidemann, die kurz vor den Meisterschaften wegen einer Blinddarm-OP ausgefallen war, Ella Wagner, Kuhlmann und Bette Buttwill legten in 4:31,27 Minuten eine Fabelzeit hin, die eine Verbesserung des bestehenden Altkreisrekords bedeutete.

Fast in gleicher Besetzung – statt Heidemann nominierte Völcker Lucia Penzel – wiederholte das SCSA-Quartett seine Leistung über 4x100-m-Freistil. Auch dort erreichten die Schnapsdörflerinnen den siebten Platz, stellten in 4:00,32 Sekunden ebenfalls einen neuen Altkreisrekord auf.

Rechtzeitig fit geworden: Johanna Heidemann war kurz vor der DM am Blinddarm operiert worden. Trotzdem setzte Trainer Klaus Völcker auf sie als Startschwimmerin der Lagenstaffel. - © SCSA
Rechtzeitig fit geworden: Johanna Heidemann war kurz vor der DM am Blinddarm operiert worden. Trotzdem setzte Trainer Klaus Völcker auf sie als Startschwimmerin der Lagenstaffel. (© SCSA)

Dass seine Mädels in zwei Staffelrennen nacheinander abliefern würde, hatte Trainer Völcker zwar gehofft. Es  überraschte ihn aber schon. Schließlich war die Vorbereitung auf das Event alles andere als optimal. Weil das eigene Hallenbad in Steinhagen wegen Reparaturarbeiten geschlossen ist, wichen die Schwimmer nach Verl, Versmold oder Werther aus. Dort teilte sich der SCSA das Becken häufig mit Freibadgästen. Völcker musste in seinen Trainingseinheiten also improvisieren. Offenbar mit Erfolg.

Auch die Männer zeigten sich in Topform

Denn neben den starken Frauen zeigten auch die männlichen Schwimmer, dass sie in Topform in den Osten der Republik gereist waren. Über 4x100-m-Freistil Mixed trugen Robin Krieger (0:55,95 Minuten) und Bent Buttwill (0:54,1) mit ihren Ergebnissen wesentlich zum 12. Platz bei. Wenig später schwammen Buttwill, Rene Kuhrmann, Henrik Terholsen und Krieger in 4:16,33 Minuten über 4x100-m-Lagen auf Rang 13. Unter Wert blieb Bent Buttwill hingegen bei seinem Einzelstart über 50-m-Brust. 29,73 Sekunden bedeuteten Rang 23 für den SCSA-Schwimmer.

Stärker präsentierte sich da Bents Schwester Bette. Über 50-m-Freistil verbesserte sie sich auf vielversprechende 27,27 Sekunden. In der Gesamtwertung reichte diese Zeit zwar nur zu Platz 36, in ihrem 2002er-Jahrgang rangierte Buttwill allerdings an sechster Stelle. Kuhlmann, die ebenfalls über 50-m-Freistil an den Start ging, untermauerte in 26,13 Sekunde als Gesamtzwölfte und Vierte des B-Finals ihre derzeitige Topverfassung.

Nach der Rückkehr aus Berlin stehen für die Schwimmer die Lockerung der Muskulatur und Dynamik-Elemente auf dem Trainingsplan. Die nächsten Wettkämpfe finden jetzt erst wieder nach den Sommerferien statt.

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