VersmoldSo verlief der Impfstart in den Versmolder Seniorenheimen

Sowohl die Verantwortlichen des Katharina-von-Bora-Hauses als auch bei Phönix ziehen eine positive Zwischenbilanz. Eines erleichtert sie besonders.

Marc Uthmann

In Versmold ist die Impfaktion schon Ende des Jahres angelaufen. - © Christian Weische
In Versmold ist die Impfaktion schon Ende des Jahres angelaufen. © Christian Weische

Versmold. Phase eins der Impfungen gegen das Corona-Virus in den Versmolder Pflegeheimen ist abgeschlossen. Wie berichtet war am 27. Dezember das Katharina-von-Bora-Haus als eines der ersten in der Region an der Reihe, am Silvestertag folgte das Haus Phönix an der Wittensteiner Straße. Zuletzt wurde viel über mangelnde Impfbereitschaft beim Pflegepersonal diskutiert (das HK berichtete unter anderem über das DRK-Haus Ravensberg in Borgholzhausen), in Versmold war der Zuspruch indes sehr hoch.

„95 Prozent unserer 100 Bewohnerinnen und Bewohner haben sich impfen lassen“, berichtet Heike Bories, Leiterin des Katharina-von-Bora-Hauses. „Das ist wirklich super.“ Auch beim Personal fällt ihre Bilanz positiv aus: „90 Prozent unserer 85 Mitarbeitenden haben die Impfung bekommen. Und bei den verbleibenden hat es überwiegend aus Krankheitsgründen nicht geklappt.“ Das sollte noch nachgeholt werden.

Abgesehen von vorübergehendem Schmerz an der Einstichstelle hätten nahezu alle die Impfung gut überstanden: „Eine Mitarbeiterin hatte zehn Minuten Kreislaufprobleme“, berichtet Heike Bories. „Aber bei den Bewohnern haben wir gar nichts festgestellt.“

Das Katharina-von-Bora-Haus hatte im Vorfeld die Impfbereitschaft abgefragt und die entsprechenden Dosen bei der Kassenärztlichen Vereinigung bestellt. „Am Impftag haben wir dann ein paar Dosen übrig behalten. Aber wir konnten kurzfristig Mitglieder der Hospizgruppe kontaktieren, die ja mit uns kooperiert und viel im Haus präsent ist. Die wurden dann geimpft, so dass wir alles verbraucht haben“, erklärt Bories.

„Das nimmt uns ein wenig den Druck“

Zwar sei der Impfstoff nach dem Auftauen fünf Tage im Kühlschrank haltbar, „aber wenn erst einmal die Flaschen mit der Kochsalzlösung aufgezogen sind und hier Dosen überbleiben, müssen die innerhalb von zwei Stunden genutzt werden“, erklärt Bories.

Die KvB-Leiterin freut sich also über die hohe Effizienz und blickt ein wenig erleichtert nach vorn: „Natürlich kann man jetzt nicht sagen, dass wir flächendeckend geimpft sind. Wir haben ja auch immer wieder Neuzugänge. Aber die Impfung nimmt uns ein wenig den Druck. Und sie macht uns hoffnungsvoll. Das haben wir uns nach den vergangenen Monaten auch verdient.“

Am 17. Januar läuft die zweite Impfrunde am Katharina-von-Bora-Haus. „Derzeit befinden wir uns im Austausch mit dem Gesundheitsamt, ob wir danach weiter in so großem Umfang auf Corona testen müssen“, erklärt Bories. Denn derzeit würden weit über 600 Abstriche wöchentlich im Seniorenheim gemacht: alle drei Tage Schnelltests beim Personal, wöchentlich bei den Bewohnern, zudem bei den Besuchern. „Das kostet viel Zeit, die wir woanders brauchen könnten“, sagt die Leiterin.

Angst vor Einschleppung bleibt ständiger Begleiter

Auch beim Phönix Haus an der Wittensteiner Straße stieß die Impfaktion auf große Resonanz. „95 Prozent der Bewohner und 90 Prozent der Mitarbeiter haben sich impfen lassen. Wir freuen uns sehr über die hohe Impfbereitschaft der Mitarbeiter. Zeigt sie doch, dass sie sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst sind“, heißt es auf Anfrage. „Seit Monaten arbeiten unsere Mitarbeiter unter höchsten Schutzvorkehrungen. Die Angst vor einer Einschleppung des Virus ist unser steter Begleiter. Durch die Impfung kehrt bei Bewohnern und Mitarbeitern eine gewisse Beruhigung ein. Dennoch müssen wir achtsam sein.“

Auch bei Phönix traten bislang keine Komplikationen in Zusammenhang mit der Impfung auf, die zweite Runde ist für den 22. Januar angesetzt.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.