SteinhagenMitmachaktion zum Jubiläum: Neuer Name für Hallenbad in Steinhagen gesucht

Das Steinhagener Hallenbad ist ein halbes Jahrhundert alt. Anlässlich des runden Geburtstages lassen die Gemeindewerke eine Reise springen. Wer die gewinnen möchte, muss seine Kreativität unter Beweis stellen.

Frank Jasper

Bäderleiter Ralf Aldenhoff (links) und Stefan Lütgemeier, Geschäftsführer der Gemeindewerke Steinhagen, vor dem Hallenbad, das seit 50 Jahren nur „Hallenbad" heißt. Sie fordern ab sofort auf zum Namenswettbewerb. - © Gemeindewerke Steinhagen
Bäderleiter Ralf Aldenhoff (links) und Stefan Lütgemeier, Geschäftsführer der Gemeindewerke Steinhagen, vor dem Hallenbad, das seit 50 Jahren nur „Hallenbad" heißt. Sie fordern ab sofort auf zum Namenswettbewerb. © Gemeindewerke Steinhagen

Steinhagen. Heute startet die große Bürgeraktion rund um die Namensfindung des Steinhagener Hallenbades. Anlass ist das 50-jährige Bad-Jubiläum, das in diesem Jahr gefeiert wird. Sowohl die Gemeindewerke als Betreiber des Bades wie auch Badleiter Ralf Aldenhoff rufen die Bürgerinnen und Bürger Steinhagens auf, bei der Namensfindung mitzumachen. Erster Preis ist ein Gutschein für eine Wochenendreise im Wert von 500 Euro. Der zweite Preis sind zwei Jahres-Abos zu je 148 Euro für das Kulturwerk Steinhagen. Dritter Preis ist eine Jahreskarte für das Steinhagener Hallenbad.

Stefan Lütgemeier, Geschäftsführer der Gemeindewerke Steinhagen, sagt: „Ich denke, das Bad, in dem so viele Schüler Schwimmen gelernt haben und weiterhin auch lernen, und wo täglich das Publikum zum Schwimmen kommt, hat endlich einen klangvollen Namen verdient." Abgewickelt wird die Namensfindungsaktion über die Mail-Adresse hallenbadname@gs-werke.de. Die Aktion dauert vom 1. Juni bis zum 15. Juni. Jeder kann nur einen Namen vorschlagen. Eine Jury ermittelt den Gewinner.

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„Wichtig ist, dass der Name kurz und knackig ist und sich gut sprechen lässt. Man sollte sich den Namen auch gut und schnell merken können. Dann wird er sich auch schnell etablieren und in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehen", gibt Lütgemeier den Teilnehmern mit auf den Weg. Sobald der Name geklärt ist, kann ein passendes Logo dazu entwickelt werden. In der Folge soll dann auch das bisherige Hallenbad-Schild über dem Haupteingang ersetzt werden.

Eröffnet wurde das Steinhagener Hallenbad im März 1972. Die Baukosten hatten damals rund eine Million D-Mark betragen. Zur Ausstattung gehörte eine Sauna, die bis 1985 als Kleinhans-Sauna geführt wurde. Bereits 1974 wurde der Bau beschädigt, weil ein heftiger Sturm Teile des Daches abgehoben hatte. Die Teile waren sogar bis nach Obersteinhagen geflogen. 1975 fand ein erster Anbau statt. Das Hallenbad bekam einen Massagebereich. Heute befindet sich hier ein Kraftraum.

Betreiber warnen: Immer mehr Nichtschwimmer

Nachdem die Sauna ein Jahr leer stand, wurde sie unter dem Namen Poggengerd-Sauna bis 2015 weitergeführt. Ein weiterer Anbau erfolgte in den Jahren 1995 und 1996. Der Betrieb wurde um einen Gymnastik- und einen Jugendraum erweitert.

Im Jahr 2000 übergab die Gemeinde Steinhagen ihr Bad an die Gemeindewerke, die noch im selben Jahr die Technik erneuerten und ein Blockheizkraftwerk einbauten. Ein Jahr darauf wurden die Duschen erneuert, 2004 folgte die Sanierung der Filteranlage. Der Umkleidetrakt und der Kassenbereich bekamen 2007 ein neues Gesicht. 2015 erfolgte der Anbau eines Lehrschwimmbeckens.

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Das Hallenbad ist die einzige Möglichkeit, in Steinhagen schwimmen zu lernen. Die Gemeindewerke, die DLRG und Schwimmvereine bieten hier Kurse an. Die Nichtschwimmerquote ist nach Einschätzung der Gemeindewerke in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, insbesondere während der Pandemie.

Derzeit zählt das Hallenbad sieben Angestellte, darunter eine Sportlehrerin. Noch vor zwanzig Jahren war das Publikum im Durchschnitt jünger. Das habe sich geändert, seitdem Kinder bis in den Nachmittag hinein die Schule besuchen.

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