HalleNach Waldbrand im Teuto: Spürhunde suchen nach Brandbeschleunigern

Vor zwei Wochen brach auf dem Kamm binnen weniger Minuten an mehreren Stellen Feuer aus. Die Ermittlungen der Polizei nach den Brandstiftern laufen auf Hochtouren.

Nicole Donath

Die Polizei sucht nach den Brandstiftern. - © Andreas Eickhoff
Die Polizei sucht nach den Brandstiftern. © Andreas Eickhoff

Halle/Werther. Mehr als 350 Einsatzkräfte waren in der Nacht vom 25. auf den 26. April im Teuto zwischen Halle, Werther und Bielefeld unterwegs. Bis in die frühen Morgenstunden bekämpften sie die Flammen und verhinderten so eine Katastrophe. Der Verdacht gegen die beiden Männer, die die Polizei noch in derselben Nacht mit auf die Wache genommen und dazu befragt hatte, was sie zur Tatzeit im Wald gemacht hatten, erhärtete sich zwar nicht. Doch die Ermittler gehen weiteren Hinweisen nach.

„Klar ist mittlerweile, dass innerhalb von etwa zehn Minuten vier Stapel mit Holzstämmen angezündet wurden, die nicht weit voneinander entfernt standen", teilt Katharina Felsch mit. „Hier waren wir jetzt mit Spürhunden unterwegs, die nach Hinweisen auf Brandmittel gesucht haben", fährt die Sprecherin der Polizei fort. „Denn so viel ist klar: Mit Streichhölzern ließen sich diese Stapel nicht anzünden, dafür brauchte es schon Brandbeschleuniger." Ebenso wurden an den vier Ursprungsbrandherden Bodenproben genommen. Mit der Auswertung sind zurzeit die Experten des Landeskriminalamtes Düsseldorf befasst. „Wir gehen davon aus, dass es noch etwas brauchen wird, um ein Ergebnis zu präsentieren."

Unabhängig davon hat die Polizei verschiedene Hinweise aus der Bevölkerung bekommen – zu verdächtigen Fahrzeugen in der Nähe der Brandstellen ebenso wie zu Gruppen oder einzelnen Personen. „Wir gehen allen Hinweisen nach", bekräftigt Katharina Felsch und erneuert zugleich den Aufruf, dass sich weitere Zeugen melden mögen. „Es ist ja durchaus denkbar, dass auch im Nachhinein noch Beobachtungen gemacht wurden." Eine verdreckte Jacke am Wegesrand, eine Hose oder Schuhe mit Brandspuren – vieles wäre denkbar. Die Polizei will die Täter unbedingt fassen. „Hätte die Feuerwehr nicht so einen 1a-Job gemacht, hätte das Feuer noch viel schlimmere Folgen gehabt", so Felsch. Hinweise nimmt die Polizei unter (0 52 41) 86 90 entgegen.

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