Darum wird die Straße Am Hengeberg im Frühjahr ausgebaut

Mitglieder des Kreis-Verkehrsausschusses beschließen den Ausbau des Hengebergs. Ein Radweg und bauliche Veränderungen sollen für mehr Sicherheit sorgen. Zunächst wird es aber nur eine Teilumsetzung geben.

Uwe Pollmeier

Straße Am Hengeberg in Ascheloh. - © Uwe Pollmeier
Straße Am Hengeberg in Ascheloh. (© Uwe Pollmeier)

Halle. Die Mitglieder des Kreisverkehrsausschusses haben am Montag das Kreisstraßenbauprogramm fürs kommende Jahr und somit den Ausbau der Straße Hengeberg in Ascheloh beschlossen. „Wir haben Ende Oktober den Zuwendungsbescheid bekommen. Wir bereiten gerade die Ausschreibung vor und können im Frühjahr mit der Maßnahme beginnen", erklärte Paul Holke von der Abteilung Tiefbau. Der Grunderwerb für die benötigten Flächen ist bereits abgeschlossen.

Beschlossen ist somit allerdings nur der erste, 1.300 Meter lange Bauabschnitt zwischen dem Kreisverkehr am Grünen Weg und dem Hof Hempe. Der zweite Abschnitt, der auch die Teichstraße bis zur Kreuzung Bielefelder Straße umfasst, wird folgen, stößt aber mit den bisherigen Planungen auf Widerstand in der Politik. „Wir haben die Planungen für den zweiten Bauabschnitt vehement abgelehnt", sagte einst schon Jochen Stoppenbrink, Fraktionsvorsitzender der Haller Grünen.

Generell sei, so Paul Holke weiter, der Hengeberg in einem äußerst schlechten baulichen Zustand. Die Fahrbahnbreite von derzeit 5,20 Metern entspricht nicht den aktuellen Anforderungen und ist zudem viel zu wenig, um dem regelmäßig stattfindenden Lkw-Begegnungsverkehr gerecht zu werden. Zudem weise, so ist es der Vorlage zu entnehmen, die Trasse erhebliche Mängel auf. Extreme Steigungen und eine unübersichtliche Kuppenausrundung führten zu erheblichen Gefahren für die Verkehrsteilnehmer.

Radweg verläuft über landwirtschaftliche Flächen

Dringend erforderlich sei ein Radweg, denn den gibt es entlang der idyllischen Strecke durch die Ascheloher Schweiz bisher gar nicht. Durch ihn soll die Lücke im Radwegenetz zwischen dem Grünen Weg und der Bielefelder Straße geschlossen werden.

Dieser soll eine Breite von 2,50 Metern erhalten und auf der östlichen Seite der Straße verlaufen. Somit kann ein Eingriff in den Waldrand vermieden werden, da sich östlich der Straße ausschließlich landwirtschaftliche Nutzflächen befinden. Getrennt werden soll der Geh- und Radweg von der Straße durch einen 1,75 Meter breiten Grünstreifen.

Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu verbessern, sollen einige bauliche Veränderungsmaßnahmen umgesetzt werden. So soll etwa die enge Rechtskurve unmittelbar nach dem Kreisverkehr am Grünen Weg entschärft werden. Zudem soll die 300 Meter darauffolgende Kuppe um etwa drei Meter abgeflacht und die Fahrbahn an dieser Stelle östlich verschoben werden. Ziel hierbei ist es, Lärm und Schadstoffe zu reduzieren.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt werden auf rund 1,1 Millionen Euro beziffert, wovon rund 200.000 Euro auf den Bau des Radwegs entfallen. Der Kreis Gütersloh hat davon 315.000 Euro zu tragen, die restliche Summe für den ersten Teil dieses Bauprojekts in Ascheloh übernehmen Bund und Land.

Info

Radwege gewinnen an Bedeutung

• Das aktuelle Kreisstraßenbauprogramm sieht den Bau von 14,2 Kilometern Radweg vor. Diese sind sanierungsbedürftig und sollen, so der Vorschlag der Verwaltung, in den nächsten fünf bis sechs Jahren erneuert werden. Bei Kosten von derzeit rund 100.000 Euro pro Kilometer ergibt sich ein Bedarf von 1,4 Millionen Euro. Der Radwegebau habe, so erklärt der Kreis, zuletzt unter dem Aspekt der Mobilität und des Klimaschutzes ein immer höheres Gewicht erhalten. Hinzu kommen im Jahr 2020, wie im Fall des Hengebergs, 520.000 Euro für den Neubau von Radwegen. Das Großprojekt im kommenden Jahr bleibt jedoch wie auch schon 2019 die Ortsdurchfahrt in Theenhausen, die noch bis Ende 2020 andauern wird. Eine weitere Baustelle wird es in Versmold-Bockhorst geben, wo die rissige Dissener Straße (K 24) erneuert wird.

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