B68 wird in Halle streckenweise verkehrsberuhigt

Grüner Weg und Berliner Straße sollen durch eine Achse verbunden werden. Allein aus Kostengründen kommt ein Kreisverkehr nicht mehr in Betracht.

Nicole Donath

Kreuzung B68: Grüner Weg - © Uwe Pollmeier
Kreuzung B68: Grüner Weg (© Uwe Pollmeier)

Halle. Der Wunsch nach Entschleunigung des Verkehrs im Bereich zwischen dem Grünen Weg und der Martin-Luther-Straße ist bereits vor den Sommerferien geäußert worden. Im Haupt- und Finanzausschuss am Mittwochabend stellte Diplom-Ingenieur Ralf Düspohl nun verschiedene Varianten vor.

Gleich zu Beginn seines Vortrags schloss er dabei die Idee eines – entschleunigenden – Kreisverkehrs aus. Ein Grund: zu hohe Kosten. Darüber hinaus wäre die Lage aufgrund der versetzten Straßen allerdings ohnehin nicht optimal gewesen. Eine Verbesserung der Verkehrssituation an der Kreuzung konnte er dennoch in Aussicht stellen.

„Wenn Grüner Weg und Berliner Straße durch eine Achse verbunden werden, wird die Einsehbarkeit im Kreuzungsbereich eine andere", so Düspohl. „Der Verkehr wird besser abzuwickeln sein." Darüber hinaus machte der Verkehrsplaner den Vorschlag, beide Gehwege entlang der Bundesstraße auf 6,50 Meter Breite auszubauen, um Radfahrer und Fußgänger zusammenzubringen. Im Gegenzug würden die Fahrbahnen für den Kraftverkehr schmaler. Denkbar wäre auch ein mittleres Element, um das Tempo zu drosseln. Angesichts der Tatsache, dass die beiden Autohäuser rechts und links der Straße eines Tages weichen und Mehrfamilienhäuser entstehen, könne man auch über einen abschnittsweisen Versatz nachdenken. Nicht zuletzt empfahl Düspohl eine Querungshilfe im Bereich des Gartnischer Wegs.

Details werden im Bau- und Verkehrsausschuss diskutiert, und offensichtlich gibt es in den verschiedenen Fraktionen auch durchaus noch Uneinigkeit über das weitere Vorgehen. Einig waren sich die Politiker nur darüber: Einen Kreisverkehr wird es nicht geben.

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