Ravenna-Park Halle: Letzte Lücken sind bei Betrieben heiß begehrt

Für die vorletzte Freifläche im Gewerbegebiet in Halle gibt es Interessenten. Der richtige war aber noch nicht dabei, da das 4,8 Hektar große Gelände an einen einzigen Käufer gehen soll. Alternativ ist nur noch ein Areal mit Seltenheitswert im Angebot

Uwe Pollmeier

Ravenna Park Kreisheide (Eriks-Grundstück) - © Uwe Pollmeier
Ravenna Park Kreisheide (Eriks-Grundstück) (© Uwe Pollmeier)

Halle. Mit dem Bau der neuen Deutschlandzentrale des niederländischen Unternehmens Eriks füllt sich seit vergangenem Herbst sichtbar eine der letzten großen Lücken im Gewerbegebiet Ravenna-Park. Kürzlich wurde Richtfest gefeiert und da man den Standort an der A 33 mittelfristig zur Europazentrale ausbauen möchte, hat man sich die noch freie Restfläche zwischen neuem Gebäude und der Autobahn gleich mitgesichert.

Das nördliche Nachbargrundstück zwischen dem von Bielefeld nach Halle verlegten Firmensitz und der Straße Ravenna-Park ist ebenfalls schon vergeben. „Hier werden sich drei Firmen den Platz teilen", erklärt Bauamtsleiter Jürgen Keil, ohne Details über die künftigen Anlieger zu verraten. Nach HK-Informationen wird sich auf einer der Flächen eine heimische Maschinenbaufirma ansiedeln. Insgesamt stehen den drei Firmen 2,4 Hektar zur Verfügung.

Zwei freie Plätze sind noch im Angebot

Direkt gegenüber, auf dem 5.000 Quadratmeter großen Eckgrundstück Ravenna-Park/Kreisheide und somit unmittelbar neben dem Areal des französischen Industriedienstleisters Spie, wird sich in den nächsten Monaten das derzeit noch an der Künsebecker Carl-Bosch-Straße ansässige Unternehmen Uyar Technologie-Center ansiedeln. „Wir haben hier zwar ein Platzproblem, aber haben nicht den ganz großen Druck", sagt Inhaber Ali Ufuk Uyar. Das Grundstück hat er schon vor längerer Zeit gekauft, nun will er die Planungen vorantreiben. „Wir befinden uns noch in der Angebotsphase. Ich warte noch auf die Zeichnungen des Bauunternehmers", sagt Uyar. Der Unternehmer ist in der Präzisions-, Gleitschleif- und Kameratechnik tätig und zudem der weltweit führende Lieferant von Dönermessern.

Ravenna Park, freie restfläche vor gerry Weber 2000 Quadratmeter - © Uwe Pollmeier
Ravenna Park, freie restfläche vor gerry Weber 2000 Quadratmeter (© Uwe Pollmeier)

Somit bleiben momentan nur zwei Freiflächen in dem Gewerbegebiet. Dazu gehört das 4,8 Hektar große Grundstück zwischen Autobahnauffahrt und Gerry Weber. „Wir wollen diese Fläche an einen Betrieb vergeben", sagt Jürgen Keil. Es gebe auch bereits einige Interessenten, jedoch kämen diese nicht in Frage. „Das Grundstück ist sehr groß, aber wir wollen es eigentlich nicht teilen und es bei der einen bereits erfolgten Erschließung belassen", sagt Keil. Man prüfe jedoch derzeit, ob man das Grundstück doch noch unterteilen und somit noch mehr potenzielle Interessenten gewinnen könnte. Bis dahin erteilt man Interessenten, die eine kleinere Fläche suchen, automatisch eine Absage. Dennoch könnten sie später bei einer Aufteilung doch wieder ins Rennen um einen der begehrten Bereiche gehen.

Status Landstraße könnte Probleme machen

Problematisch könnte eine Aufteilung der Fläche und daraus resultierende weitere Erschließungen werden, wenn die Straße Ravenna-Park später zu einer Landstraße erklärt würde, was durchaus möglich wäre. „Von einer Landstraße aus gibt es eigentlich keine Firmenzufahrten", sagt Keil. Dieser möglichen Situation möchte man natürlich aus dem Weg gehen.

Ebenfalls noch zu haben ist ein auf dem ersten Blick recht unscheinbares Grundstücksdreieck an der Einfahrt zum Gerry Weber Outlet. Die von der Straße Ravenna-Park komplett umschlossene Teilfläche ist etwa 2.000 Quadratmeter groß. „Das ist schon eine sehr exponierte Lage, für die ich mir durchaus eine Bebauung vorstellen kann", sagt Keil. „Ein toll gestaltetes Bürohaus wäre sicherlich denkbar", sagt Keil und denkt dabei nicht an einem schlichten Betonklotz mit Internetanschluss, sondern an einen architektonischen Blickfang.

Anfragen für den Ravenna-Park gebe es, so Keil, genug, allerdings sei man hinsichtlich des Angebots an Flächen am Ende. Nun gilt es nur noch, die beiden letzten exakt passenden Käufer zu finden.

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