Bahnübergang Schnatweg: Hier krachen die Lkw-Achsen

Herbert Gontek

Hier schepperts: von links Anwohner Uwe Pahlkötter, die CDU-Stadtratsmitglieder Reinhard Stricker, Axel Reimers und Detlef Kroos. Genau an der Stelle der Vorderachse dieses Autos ist der tiefste Punkt des Übergangs. - © Herbert Gontek
Hier schepperts: von links Anwohner Uwe Pahlkötter, die CDU-Stadtratsmitglieder Reinhard Stricker, Axel Reimers und Detlef Kroos. Genau an der Stelle der Vorderachse dieses Autos ist der tiefste Punkt des Übergangs. (© Herbert Gontek)

Halle. Bahn und Straßen.NRW machen es sich einfach. Jeder schiebt dem anderen die Schuld für die Donnerkante am Bahnübergang Schnatweg zu. Seit knapp vier Jahren springen vor allem die Lastwagen über den höhenungleichen Übergang und erzeugen Lärm. „Unsinn", sagen Mitglieder der Haller CDU-Fraktion: Nur gemeinschaftlich lassen die Probleme lösen und Straßen.NRW hat auch nicht ordentlich gearbeitet. Auch wenn Anlieger Uwe Pahlkötter einen anders lautenden Brief des örtlichen Leiter Andreas Meyer vom 9. Juli in der Hand hält.

Bei einer Messung mit einer 50 Meter langen Schnur haben die CDU-Leute, unter ihnen der ehemalige Straßenbauer Gerd Heitkämper, Höhendifferenzen von bis zu 80 Millimeter zwischen der Straße, die jetzt L 756 heißt, und dem Bahnübergang festgestellt.

„Das ist deutlichzu viel"

„Das ist deutlich zu viel", sagt Reinhard Stricker. Er hat zusammen mit seinen Fraktionskollegen die Übergänge an der Mönchstraße und der Alleestraße in Augenschein genommen und festgestellt: „Dort ist perfekt gearbeitet worden, da passen die Höhen und es knallt nicht, wenn Fahrzeuge den Übergang anfahren."

Aus Sicht der CDU-Fraktion lässt sich das Problem nur lösen, wenn sich beide Baupartner mit ihren Experten an einen Tisch setzen und die Daten sprechen lassen. „Das muss deutsche Ingenieurleistung lösen können", sagt Detlev Kroos, der rund 800 Meter von dem Übergang entfernt wohnt und anhand der übertragenen Stöße der Fahrzeugräder mit dem Gleiskörper die Zahl der beteiligten Achsen bestimmen kann.

Auch wenn die Stadt direkt keinen Einfluss auf Bahn und Straßen NRW in dieser Angelegenheit hat, ist die CDU entschlossen, endlich Abhilfe zu schaffen. Axel Reimers: „Wenn nötig, müssen wir unsere Landes- oder Bundespolitiker einschalten."

Übrigens: In den vier Jahren seines Bestehens ist der Übergang schon zwei Mal erfolglos aufwändig repariert worden. Die nächste Sanierung steht schon bald wieder an, denn der Betonrahmen ist an einer Seite erneut gebrochen. Stricker: „Das geht nicht, so kann man mit öffentlichen Geldern nicht umgehen und dabei noch die Anlieger unnütz durch Lärm quälen."

Copyright © Haller Kreisblatt 2018
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

1 Kommentar

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.