Durchbruch für Dr. Pandalis: Diese Pflanze wirkt gegen Covid-19

Jetzt lässt eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts Leipzig vermuten, dass Cystus 052 auch Covid-19-Viren reduziert.

Heiko Kaiser

Cistus x incanus L. Pandalis wächst ausschließlich in einer bestimmten Region Griechenlands. - © Dr. Pandalis
Cistus x incanus L. Pandalis wächst ausschließlich in einer bestimmten Region Griechenlands. (© Dr. Pandalis)

Borgholzhausen. Im Mai haben wir darüber berichtet, dass das von Dr. Pandalis hergestellte Zistrosen-Präparat Cystus 052 in Studien seine Wirksamkeit gegen unterschiedliche Viren unter Beweis gestellt hat. So hatten 2011 Forscher der Universitätsklinik Münster, des Friedrich-Löffler-Instituts Tübingen sowie der Charité in Berlin in einer gemeinsamen Studie belegt, dass Cystus 052 ein „effizientes antivirales Potenzial" hat, wie die Fachzeitschrift Naturheilpraxis berichtete.

„Cystus 052 wurde mit Erfolg bei verschiedenen Adeno-, Rhino- und auch Corona-Viren getestet", sagte Dr. Georgios Pandalis. Er betonte gleichzeitig, dass die Ergebnisse dieser Studien nicht ohne weiteres auf den neuartigen SARS-CoV-2-Erreger übertragbar seien.

Diese Lücke schließt jetzt eine neue Studie am Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig.

„Im Hinblick auf die bereits nachgewiesene antivirale Aktivität gegen andere Viren soll in dieser Studie die Frage untersucht werden, ob der Cystus-Pandalis®-Extrakt antivirale Eigenschaften gegen das Virus SARS-CoV-2 aufweist und daher als Prophylaktikum in der aktuellen Pandemie eingesetzt werden könnte", schreibt Studienleiter Prof. Dr. Jens-Martin Träder vom Institut für Allgemeinmedizin der Universität Lübeck in seinem dem HK vorliegenden Studienmanuskript.

Um zu überprüfen, welchen Einfluss der Extrakt Cystus 052 auf SARS-CoV-2 und das Infektionsgeschehen hat, wurde eine Lösung, die Viren enthält, mit Cystus 052® vorbehandelt. Diese Mischung aus Viren und Cystus 052 wurde dann auf ein Zellmedium gegeben, in dem SARS-CoV-2 normalerweise die Zellen infizieren würde.

Mit verschiedenen Konzentrationen an Cystus 052 wurde anschließend geprüft, wie viele Viren nach einer gewissen Zeit tatsächlich entstanden sind. Als Maß, um die Wirksamkeit auszudrücken und die Ergebnisse vergleichen zu können, zieht man den Wert „EC50" heran. Das ist der Punkt, an dem eine 50%ige Hemmung des Wachstums vorliegt. Bei Cystus 052 wird bei 1,94 Mikrogramm pro Milliliter eine Hemmung der Virusvermehrung im Vergleich zu unbehandelten Virenkulturen in Höhe von 50 Prozent erreicht. Im Vergleich zu anderen Grippeviren.

"Die Schwere der Erkrankung wird vermindert"

Frühere Studien an Influenza-Viren hatten ergeben, dass eine zehn Mal so hohe Konzentration von Cystus 052 notwendig ist, um eine 50-prozentige Hemmung zu erreichen. „Das zeigt, dass Cystus 052 hier besonders effektiv ist", sagt der an der Studie beteiligte Apotheker Pascal dos Santos. Bei einer Konzentration von 15,6 Mikrogramm pro Milliliter ist in der Studie das Virenwachstum komplett gestoppt worden. Diese Konzentration an Wirkstoff wird rechnerisch erreicht, wenn eine Tablette in fünf Liter Wasser aufgelöst würde.

„Bislang ist unklar, auf welchem genauen Mechanismus dieser Effekt beruht", schreibt Jens-Martin Träder und fügt hinzu: „Wahrscheinlicher als eine viruzide oder auf einem konventionellen Desinfektionsmechanismus beruhende Eigenschaft ist, dass der Extrakt die Fähigkeit des Virus zur Anheftung an die Zellen hemmt." Das bestätigt die Einschätzung von Dr. Pandalis, der im Mai im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte: „Es ist wie bei einigen Inhaltsstoffen der Muttermilch, die verhindern, dass Erreger in die Zelleneindringenkönnen. So ähnlich reduziert auch Cystus 052 die Virenlast. Die Schwere der Erkrankung wird vermindert und der Körper kann gleichzeitig Immunität aufbauen."

Das Cystus-052-Präparat vom Borgholzhausener Unternehmen Dr. Pandalis. - © Dr. Pandalis
Das Cystus-052-Präparat vom Borgholzhausener Unternehmen Dr. Pandalis. (© Dr. Pandalis)

Prof. Träder kommt zu dem Schluss, es scheine sinnvoll, Cystus Pandalis als Prophylaxe gegen Infektionen mit SARS-CoV-2 einzusetzen und erklärt: „Hierfür ist die Anwendung in Form von Lutschtabletten, die der Anwender langsam im Mund zergehen lassen sollte, am besten geeignet. Eine solche Verabreichung erlaubt es dem Cystus-Pandalis-Extrakt, sein antivirales Potenzial direkt an der Eintrittsstelle von Infektionen zu entfalten." Empfohlen wird die Einnahme von dreimal zwei Tabletten pro Tag.

Auch in der Praxis wurde das Präparat von Dr. Pandalis bereits getestet. Ein niedergelassener Arzt verabreichte 125 Personen die Pandalis-Halspastillen. Über mindestens sechs Wochen lutschten die teilnehmenden Personen dreimal täglich zwei Pastillen. Am Ende der Studie hatte sich keiner der Teilnehmer mit SARS-CoV-2 angesteckt. Interessant ist die Tatsache, dass im Haus lebende Angehörige von neun Teilnehmern an Covid-19 erkrankten, aber die Teilnehmer selbst unter der Anwendung nicht. Dies wurde durch PCR-Tests bestätigt.

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