Bund gibt Millionen für Breitbandausbau im Altkreis

Der Bund hat eine Fördersumme in Höhe von 30,2 Millionen Euro vorläufig bewilligt. Davon profitiert neben Steinhagen, Werther und Versmold auch Borgholzhausen.

Frank Jasper

Landrat Sven-Georg Adenauer (von links), Borgholzhausens Bürgermeister Dirk Speckmannn, Breitbandkoordinator Jan Christoph Dübner und Frank Scheffer (Dezernent Bauen und Umwelt des Kreises Gütersloh) freuen sich über den vorläufigen Förderbescheid. - © Kreis Gütersloh
Landrat Sven-Georg Adenauer (von links), Borgholzhausens Bürgermeister Dirk Speckmannn, Breitbandkoordinator Jan Christoph Dübner und Frank Scheffer (Dezernent Bauen und Umwelt des Kreises Gütersloh) freuen sich über den vorläufigen Förderbescheid. (© Kreis Gütersloh)

Borgholzhausen/Altkreis Halle. Der Kreis Gütersloh hat im Herbst 2019 Förderanträge beim Bund für den Breitbandausbau im Auftrag von acht der 13 kreisangehörigen Kommunen gestellt. Die Anträge wurden nun seitens des Bundes vorläufig bewilligt.

In den Kommunen Borgholzhausen, Harsewinkel, Langenberg, Rheda-Wiedenbrück, Schloß Holte-Stukenbrock, Steinhagen, Versmold und Werther sollen 2.670 unterversorgte Adressen im Außenbereich der Kommunen mit direkten Glasfaseranschlüssen bis in die Gebäude (FTTH) angebunden werden. „Als unterversorgt im Sinne der Förderrichtlinie des Bundes gelten Adressen, die auf eine maximale Downloadgeschwindigkeit von 30 Mbit pro Sekunde kommen", erklärt Jan Christoph Dübner, Breitbandkoordinator des Kreises Gütersloh. „Das ist alles andere als zeitgemäß."

Zehn Prozent der Kosten übernehmen die Kommunen

Für die Erstellung der Glasfaseranschlüsse werden rund 620 Kilometer Trassenbau erforderlich. 60,4 Millionen Euro müssen finanziert werden. „Der Bund hat uns nun 30,2 Millionen Euro vorläufig bewilligt, also rund 50 Prozent der Fördersumme", freut sich Landrat Sven-Georg Adenauer. Die Anträge auf Ko-Finanzierung durch das Land NRW, weitere 40 Prozent der Fördersumme, sind ebenfalls gestellt. Der Kreis Gütersloh rechnet mit einer zeitnahen Bewilligung. „Zehn Prozent werden die Kommunen selbst finanzieren. Das ist über die im vergangenen Jahr erfolgten Ratsbeschlüsse sichergestellt", berichtet Frank Scheffer, Dezernent Bauen und Umwelt des Kreises Gütersloh.

Sobald die Ko-Finanzierungsbescheide durch die Bezirksregierung Detmold, als zuständige Bewilligungsbehörde, ausgestellt sind, wird der Kreis Gütersloh die Leistung in einem europaweiten Vergabeverfahren ausschreiben. Erst im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens können die letztendlichen Eckdaten des Projekts, wie beispielsweise konkrete Ausbaukosten, Baubeginn und Realisierungszeiträume, in Abhängigkeit von den Angeboten ermittelt werden. Mit dem Ausschreibungsergebnis werden dann die endgültigen Bescheide beim Bund und Land NRW beantragt.

Info

Vectoring in Borgholzhausen

• Auch der Vectoring-Ausbau läuft in Borgholzhausen planmäßig. Damit bekommen 600 Haushalte bessere Bandbreite.
• Etwa die Hälfte der Tiefbauarbeiten seien bereits erledigt, wie aus dem Rathaus zu erfahren war. Im März soll dieser erste Bauabschnitt abgeschlossen sein.
• 130 Unternehmen und Haushalte bekommen bereits einen direkten Glasfasernetzanschluss. 90 Prozent davon haben einen Nutzungsvertrag unterschrieben.
• Welcher Haushalt über diesen Ausbau bereits ab Herbst dabei ist, lässt sich auf der Homepage der Stadt Borgholzhausen unter dem Suchstichwort Breitband anhand einer Karte einsehen.

„Wenn uns die endgültigen Bescheide vorliegen wird der Kreis Gütersloh mit dem Telekommunikationsunternehmen, das den Zuschlag in der Ausschreibung erhalten hat, einen Kooperationsvertrag für den geförderten Ausbau eingehen", führt Jan Christoph Dübner weiter aus. Nach Abschluss des Kooperationsvertrages und der Feinausbauplanung kann dann mit der eigentlichen Baumaßnahme begonnen werden. Frank Scheffer blickt optimistisch in die Zukunf: „Nach aktuellem Stand gehen wir von einem Baubeginn im Jahr 2021 aus."

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