Kreis GüterslohHöhle der Löwen, Love Island und Co.: Der Kreis Gütersloh 2021 im TV-Fieber

Zahlreiche Menschen aus dem Kreis Gütersloh haben 2021 wieder an bekannten Fernseh-Formaten teilgenommen. Eine versuchte ihr Glück in einer großen Castingshow, ein anderer wollte im TV die große Liebe finden.

Lena Vanessa Niewald

Martin Fuhsy (l.) versuchte bei Love Island sein Glück, Liliana Maxwell bei Germany's Next Topmodel und Philipp Fleiter bekamm mit "Verbrechen von nebenan" seine erste eigene TV-Serie. - © RTL/Instagram/Maxwell/Sky
Martin Fuhsy (l.) versuchte bei Love Island sein Glück, Liliana Maxwell bei Germany's Next Topmodel und Philipp Fleiter bekamm mit "Verbrechen von nebenan" seine erste eigene TV-Serie. © RTL/Instagram/Maxwell/Sky

Kreis Gütersloh. Nicht selten hieß es 2021 bei diversen TV-Formaten wieder: "Die Teilnehmerin oder der Teilnehmer aus dem Kreis Gütersloh." Viele Menschen aus dem Kreisgebiet waren 2021 im Fernsehen zu sehen. Ob bei Castingshows, Dating-Formaten oder tierischen Serien - überall versuchten sie ihr Glück.

Love Island

Martin Fuhsy (29) aus Gütersloh. - © TV NOW
Martin Fuhsy (29) aus Gütersloh. (© TV NOW)

Granaten-Alarm im Kreis Gütersloh. Nach der Hallerin Nathalia Goncalves, die im vergangenen Jahr als "Granate" ihre große Liebe bei dem TV-Dating-Format "Love Island" suchte, folgte der bekannte Gütersloher Fußballer Martin Fuhsy. Der 29-jährige zog im Herbst nun ebenfalls als "Granate" in eine Luxus-Villa auf Mallorca ein, um den weiblichen Kandidatinnen dort ordentlich den Kopf zu verdrehen. Nicht nur das gelang ihm - auch für mächtig Stimmung sorgte der Sportler, der in Ostwestfalen-Lippe vor allem als "Der Adler" bekannt ist. Sein Spruch "Guten Morgen, Malle!" auf dem Balkon der Villa wurde zum Kult-Spruch der Staffel. Fuhsy schaffte es mit seiner Angebeten Andrina Santoro sogar tatsächlich bis ins Finale - dort verpasste der Gütersloher dann aber den Sieg und 50.000 Euro. Ein Paar sind die beiden heute übrigens nicht mehr; Fuhsy hat aber bereits Interesse an weiteren TV-Formaten bekundet.

Höhle der Lowen

Die Gründer von PortHy bei ihrem Pitch vor den Investoren der "Höhle der Löwen". - © Screenshot/Vox
Die Gründer von PortHy bei ihrem Pitch vor den Investoren der "Höhle der Löwen". (© Screenshot/Vox)

Der Gütersloher Julian Hesse hoffte 2021 gemeinsam mit seinen Mitstreitern des Start-ups "PortHy" auf einen lukrativen Deal bei der Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" (Vox). Mit ihrer Handykette mit integriertem Desinfektionsmittelspender wollten sie die Investoren um Ralf Dümmel und Carsten Maschmeier überzeugen. Vier von fünf Löwen stiegen allerdings relativ schnell aus. Ralf Dümmel zeigte nach dem Auftritt der drei Jungs um Hesse dann zwar Interesse, forderte aber deutlich mehr Prozente an dem jungen Start-up als die Gründer bereit waren abzugeben. Gelohnt hat sich der TV-Auftritt aber letztlich auch ohne großen Deal. Nach Ausstrahlung der Sendung gingen die Bestellungen in ihrem Online-Shop im Minutentakt ein.

Germany's Next Topmodel

Liliana Maxwell (21) aus Rheda-Wiedenbrück. - © Instagram/Maxwell
Liliana Maxwell (21) aus Rheda-Wiedenbrück. (© Instagram/Maxwell)

Liliana Maxwell aus Rheda-Wiedenbrück hatte ebenfalls Großes vor. Die 21-Jährige wollte Germany's Next Topmodel werden. Während der gesamten 16. Staffel der Castingshow (ProSieben) fiel sie nicht nur wegen ihrer ungewöhnlichen Haarfrisur, sondern vor allem auch wegen ihres enormen Selbstbewusstseins und ihrer ehrlichen Art auf: „Ich habe keinen Plan B. Es muss klappen", sagte sie schon im Vorfeld der Show. Doch wirklich überzeugen konnte die gebürtige Italienerin Model-Mama Heidi Klum in den ersten Folgen nicht. Sie wirkte oft unkonzentriert und unbeholfen. "Sie ist zu verpeilt", wurde Klum nicht nur einmal deutlich. Trotzdem schickte sie die Rheda-Wiedenbrückerin Runde für Runde weiter. Doch kurz vorm Halbfinale war dann Schluss. Den Titel "Germany's Next Topmodel" bekam Maxwell also nicht - dafür staubte sie am Ende noch den "Personality Award" ab. Mittlerweile folgen der 21-Jährigen mehr als 45.000 Menschen bei Instagram.

Das Perfekte Dinner

Anja Rilka (36) aus Rheda-Wiedenbrück. - © Privat
Anja Rilka (36) aus Rheda-Wiedenbrück. (© Privat)

Die "Shopping Queen"-Krone hat Anja Rilka aus Rheda-Wiedenbrück schon 2020 von Modedesigner Guido Maria Kretschmer abgestaubt, probierte die 36-Jährige dann ihr Glück in der Küche. Sie nahm am Koch-Wettbewerb der TV-Show "Das Perfekte Dinner" (Vox) teil. Zwar reichte ihr Menü aus Apfel-Sellerie Suppe, Rehrücken mit Pastinaken-Thymian-Stampf und weißer Mousse mit Tonkabohne letztlich nicht ganz für den Sieg, aufs Treppchen dufte Rilka aber trotzdem. am Ende der Woche belegte sie Platz zwei. Ihr Fazit nach zwei Shows: "Ich kann definitiv besser shoppen als kochen!" Auch, wenn Rilka jetzt ordentlich Fernseh-Luft geschnuppert hat - Pläne für ein nächstes Format hat sie nicht.: "Nein, nein. Ich hänge meine 'TV-Karriere' jetzt an den Nagel."

Martin Rütters "Die Welpen kommen"

TV-Hundeexperte Martin Rütter kommentiert die Ankunft von Papillon-Hündin Peppa in ihrem neuen Zuhause in Versmold. - © Screenshot/RTL
TV-Hundeexperte Martin Rütter kommentiert die Ankunft von Papillon-Hündin Peppa in ihrem neuen Zuhause in Versmold. (© Screenshot/RTL)

Auch Familie Fiener aus Versmold kam 2021 ganz groß raus - vor allem ihr neustes tierisches Familienmitglied, Welpe Peppa. Ihr Einzug wurde von den TV-Kameras der RTL-Sendung "Die Welpen kommen" begleitet. Insgesamt sechsmal war das Drehteam schon im vergangenen Jahr zwischen Juli und November auf dem Oesterweger Hof - ausgestrahlt wurde die Staffel mit den Fieners dann erst Anfang dieses Jahres. Hundetrainer Martin Rütter kommentierte dabei nicht wenig amüsiert vor allem die scheinbar ziemlich komplizierte Namenssuche für die kleine Papillon-Hündin. Am Tag ihres Einzugs hieß sie nämlich noch Dipsy - doch mit dem Namen konnten sich nicht alle Fieners anfreunden.

Verbrechen von Nebenan

Philipp Fleiter (35) aus Gütersloh. - © Sky/Max Kohr
Philipp Fleiter (35) aus Gütersloh. (© Sky/Max Kohr)

Philipp Fleiters "Verbrechen von Nebenan" zählt mittlerweile zu den erfolgreichsten deutschen Podcasts. 2021 hat er es nun als erster deutscher True-Crime-Podcast überhaupt sogar ins Fernsehen geschafft. Im Juli startete Fleiters eigene Serie auf Sky. Einige Monate zuvor trudelte bei ihm plötzlich eine Anfrage des Bezahlsenders ein. Er sagte direkt zu. Die erste Staffel umfasst sechs Folgen.In fünf Episoden werden die Kriminalfälle des Horrorhauses von Höxter, des Amoklaufs in Rot am See, des Münzraubes im Berliner Bode-Museum, über die Entführung der Ursula Herrmann sowie zum Fall Oury Jalloh thematisiert - die sechste Episode fasst die schlimmsten Verbrechen zusammen. Das Konzept dahinter sollte sich bewusst von anderen True-Crime-Serien abheben. Statt mit Schauspielern nachgestellten Szenen setzten Sky und Fleiter auf Studiogäste, die Bezug zu dem jeweiligen Fall haben. Anwälte, Profiler, Gerichtsreporter. Außerdem erstellte ein Zeichner live im Studio zu jedem Fall eine Art Graphic Novel.

Bares für Rares

Monika Vonknechten (70) aus Rheda-Wiedenbrück. - © Screenshot/ZDF
Monika Vonknechten (70) aus Rheda-Wiedenbrück. (© Screenshot/ZDF)

Monika Vonknechten aus Rheda-Wiedenbrück sorgte 2021 für eine Mega-Überraschung bei der Bieter-Sendung "Bares für Rares" (ZDF). "Ich habe ein Unikat, das es auf der ganzen Welt nicht gibt!" Als die 70-Jährige diesen Satz aussprach, wurde nicht nur Moderator Horst Lichter hellhörig. Auch die Händler waren direkt neugierig. Mit einer goldenen, auf den ersten Blick eher unscheinbaren Jacke versuchte Vonknechten ihr Glück. Das Besondere: Auf dieser goldenen Lederjacke hatte sich in den 80er-Jahren der bekannte Künstler Joseph Beuys mit einem Autogramm verewigt. Der Bieter-Krimi um das Unikat geht los. Am Ende nimmt die Rheda-Wiedenbrückerin die stolze Summe von 2.300 Euro mit nach Hause.

Hund Katze Maus

Vox-Moderatorin Kate Kitchenham (r.) bei der Steinhagner Züchterin Petra Hagemeier. - © Maic Horstmann
Vox-Moderatorin Kate Kitchenham (r.) bei der Steinhagner Züchterin Petra Hagemeier. (© Maic Horstmann)

Zehn Jack-Russell-Terrier aus Steinhagen hatten 2021 ebenfalls einen großen Aufrtritt im Fernsehen. Die Hunde samt Trainerin Petra Hagemeier standen im Haustiermagazin HundKatzeMaus (Vox) im Herbst im Rampenlicht. Die TV-Produktionsfirma war über die Internetseite der Steinhagenerin auf ihre Zucht aufmerksam geworden. Aus ihrem Zwinger „Von der Ströher Heide" ging der sechste Wurf hervor. Hagemeier war es vor allem wichtig, in der Sendung über die Wesenszüge und Bedürfnisse der Hunderasse aufzuklären - und sich dafür einzusetzen, dass die Tiere wegkommen vom Klischee der „niedlichen Hunde".

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