Corona-Ausbruch wird durch Impfkampagne in Versmolder Seniorenheim entdeckt

Marc Uthmann

Das Haus Phönix am Versmolder Bruch hat derzeit mit mehreren Corona-Fällen zu kämpfen. - © Marc Uthmann
Das Haus Phönix am Versmolder Bruch hat derzeit mit mehreren Corona-Fällen zu kämpfen. (© Marc Uthmann)

Versmold. Der Tag, der so viel Hoffnung machen sollte, liegt erst knapp zwei Wochen zurück: Silvester waren 95 Prozent der Bewohner und 90 Prozent des Personal im Seniorenheim Haus Phönix am Versmolder Bruch gegen das Corona-Virus geimpft worden. Doch schon die Tests im Vorfeld hatten positive Befunde ergeben, weitere Fälle wurden im Anschluss entdeckt. Anstatt optimistisch auf den zweiten Impftermin am 22. Januar zu blicken, müssen die Verantwortlichen nun erstmal einen Ausbruch in ihrem Haus mit 55 Bewohnern in den Griff bekommen.

„Aktuell sind sieben Bewohner positiv auf Covid-19 getestet", teilt die Pressestelle der Korian-Gruppe mit, die das Pflegeheim betreibt. Die gute Nachricht: „Sie zeigen keine Symptome. Wir überwachen den Gesundheitszustand unserer Bewohner sehr engmaschig und sind in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt und den behandelnden Ärzten", heißt es dazu weiter in der Stellungnahme.

Spezieller Isolierbereich geschaffen

Nun müssen im Haus Maßnahmen ergriffen werden, um den Ausbruch zu beherrschen. „Die positiv getesteten Bewohner befinden sich in einem speziellen Isolierbereich. Die Mitarbeiter arbeiten hier unter höchsten Schutz- und Hygienebedingungen", teilt die Pressestelle mit. Bewohnernahe Flächen würden zweimal täglich desinfiziert.

Es ist weiterhin geplant, dass die zweite Impfrunde am Freitag, 22. Januar durchgeführt wird. „Ob Bewohner, die bereits eine Corona-Infektion überstanden haben erneut geimpft werden, wird gerade von den Impfteams geprüft", heißt es von den Verantwortlichen.

Zuletzt hatte es wiederholt Berichte darüber gegeben, dass es in Alten- und Pflegeheimen trotz der ersten Impfung zu Corona-Ausbrüchen gekommen war. Experten sehen dafür zwei Ursachen. Zum einen könne es möglich sein, dass Infektionen bereits vor der Impfung im Haus kursierten und vor dem entsprechenden Termin noch nicht nachgewiesen werden konnten.

Zum anderen besteht nach der ersten Impfung noch kein vollständiger Impfschutz, erst nach einigen Tagen setzt nach bisherigen Studien ein Teilschutz ein. Den viel zitierten 95-prozentigen Schutz des Biontech/Pfizer-Wirkstoffes gibt es demnach ohnehin erst sieben Tage nach der zweiten Impfung.

Über Korian

In seinem Netzwerk bietet der Pflegekonzern unter anderem Langzeitpflegeeinrichtungen, Spezial-Kliniken, betreutes Wohnen sowie häusliche Pflege- und Serviceleistungen an. Neben Deutschland und Frankreich ist die Korian-Gruppe auch in Belgien, Italien, den Niederlanden und Spanien aktiv. Mit Sitz in München betreibt Korian Deutschland mehr als 250 Einrichtungen und 35 ambulante Dienste.

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