Dieser Gastronom wagt in Corona-Zeiten den Schritt in die Selbstständigkeit

Katharina und Georgios Joannu geben ihr griechisches Restaurant am Waldbad auf. Atanas Vladimirov soll übernehmen. Dessen Fähigkeiten am Herd dürfte der ein oder andere schon kennengelernt haben.

Birgit Nolte

Nach über 13 Jahren verlässt Katharina Joannu das „Acheron". Unter dem Namen „Syrtaki" wird Atanas Vladimirov das Restaurant weiterführen. - © Birgit Nolte
Nach über 13 Jahren verlässt Katharina Joannu das „Acheron". Unter dem Namen „Syrtaki" wird Atanas Vladimirov das Restaurant weiterführen. (© Birgit Nolte)

Steinhagen. Über 25 Jahre lang sind Katharina und Georgios Joannu in der Gastronomie selbstständig gewesen. Jetzt ist Schluss. Das Ehepaar gibt sein griechisches Restaurant am Waldbad auf.

„Wir hätten sehr gerne eine kleine Abschiedsfeier für unsere vielen treuen Gäste gegeben, aber das ist wegen Corona ja leider nicht möglich", bedauert Katharina Joannu. Über 13 Jahre lang servierte sie im „Acheron" das Essen, das ihr Mann Georgios in der Küche zubereitete. Davor betrieb das Paar ein griechisches Restaurant in Spenge.

Die letzten Monate waren für die Gastronomie nicht gerade einfach. Zwar stellten auch die Betreiber des „Acheron" auf Außer-Haus-Verkauf um, aber ein klassischer Zum-Mitnehmen-Betrieb ist das Restaurant im Grunde nie gewesen. „Die Umsätze sind überhaupt nicht zu vergleichen", berichtet Katharina Joannu.

In Griechenland den Nachfolger kennen gelernt

Trotzdem, so die Inhaberin, sei die Corona-Pandemie nicht der Hauptgrund, warum sich das Ehepaar vom „Acheron" verabschiedet. „Aus familiären Gründen muss ich die nächste Zeit in Griechenland verbringen", erklärt Katharina Joannu.

In Griechenland haben die Eheleute vor einigen Jahren auch den Nachfolger kennen gelernt. Atanas Vladimirov lebt mittlerweile in Bielefeld und hat schon im dortigen Restaurant „Glück und Seligkeit" am Herd gestanden. Am 1. Februar legt der Koch an seiner neuen Wirkungsstätte in Steinhagen los.

„Syrtaki" soll das Restaurant am Waldbad heißen

„Mir ist schon klar, dass ich mit diesem Schritt in diesen Zeiten ein großes Risiko eingehe, aber die Selbstständigkeit ist schon länger mein Wunsch gewesen", so der 43-Jährige. Als er dann hörte, dass das „Acheron" zu haben ist, hat der Koch zugeschlagen. Mit dem neuen Inhaber kommt auch ein neuer Name: „Syrtaki" soll das Restaurant am Waldbad heißen. Denn griechische Küche soll es auch weiterhin an der Veilchenstraße 3 geben. Darüber hinaus wird das kulinarische Angebot um Pizza und Pasta erweitert.

Am 1. Februar geht es los. Sieben Tage die Woche wird das „Syrtaki" von 11 bis 14 Uhr sowie von 17 bis 22 Uhr geöffnet haben. So lange der Lockdown anhält, gibt es alle Gerichte nur zum Mitnehmen. Über Facebook und Instagram will Atanas Vladimirov kurz vorher seine Speisekarte bekannt machen. Ob das Ehepaar Joannu noch einmal in die Gastronomie zurückkehrt, ist ungewiss. „Vielleicht braucht mich Atanas ja mal als Aushilfe. Es wäre schön, die Gäste wiederzusehen", sagt Katharina mit einem Lächeln.

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