SteinhagenSchockmoment am Abend: Feuer in Gartenhütte greift auf Wohnhaus über

Die fünfköpfige Familie konnte das Haus verlassen, doch eine Person musste ins Krankenhaus.

Andreas Eickhoff

Von der abgebrannten Gartenhütte ist nicht mehr viel übrig. - © Andreas Eickhoff
Von der abgebrannten Gartenhütte ist nicht mehr viel übrig. © Andreas Eickhoff

Steinhagen. 66 Feuerwehrleute der drei Löschzüge mussten am Samstagabend gegen 21.30 Uhr zu einem Großbrand zum Himmelreich in Steinhagen ausrücken. Das Feuer einer Gartenhütte hatte auf das Dach des angrenzenden Wohnhauses übergegriffen, das Haus ist bis auf weiteres nicht bewohnbar.

Um 21.33 Uhr waren die drei Löschzüge der Gemeinde alarmiert worden, ferner der Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes aus Gütersloh. Die Besatzung war gerade auf der Rückfahrt von einem Transport nach Bielefeld und hätte eigentlich um 23 Uhr Feierabend gehabt.

Fünf Bewohner konnten das Haus unverletzt verlassen

Aufgrund des hellen Feuerscheins durch die lichterloh brennende Gartenhütte konnten die Feuerwehrleute in der Siedlung schon fast auf Sicht anrücken, berichtete Einsatzleiter Lutz Mescher. Die fünf Bewohner, zwei Erwachsene und drei Kinder, hatten das Haus beim Eintreffen unverletzt verlassen.

Der Dachstuhl des angrenzenden Wohnhauses fing Feuer. - © Andreas Eickhoff
Der Dachstuhl des angrenzenden Wohnhauses fing Feuer. (© Andreas Eickhoff)

Aufgrund eines Schockzustandes musste nach Polizeiangaben ein 34- jähriger Hausbewohner vorsorglich in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht werden. Die drei Kinder wurden während der Löscharbeiten von ihrer Mutter abgeholt.

Die Flammen hatten sich bereits durch den Dachstuhl über den First ausgebreitet, so dass sie auch schon auf der Vorderseite des Hauses unter den Dachpfannen hervorkamen.

Keine Probleme mit Schaulustigen

Insgesamt hatten sich sechs Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, vier von ihnen (zwei Trupps) bekämpften die Flammen aus dem Inneren des Hauses heraus, ein Trupp über den Teleskopmast von außen.Um ausreichende Mengen Löschwasser zur Verfügung zu haben, wurden zwei Unterflurhydranten angezapft und Schlauchleitungen zum Brandort verlegt.

Damit die Feuerwehrleute sicher arbeiten konnten, wurde die Straße gesperrt und zum Gehweg mit Flatterband abgesichert. Größere Probleme mit Schaulustigen gab es laut Mescher aber nicht. Nachdem zunächst im vorderen Bereich die Pfannen abgenommen worden waren, musste für die intensiven Nachlöscharbeiten auch der hintere Teil abgedeckt werden.

Mehrere zehntausend Euro Schaden

Immer wieder mussten die Feuerwehrleute von dem Teleskopmast Glutnester löschen, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Mescher lies aufgrund des Wassereinsatzes vom Versorger auch die Stromzufuhr für das Haus unterbrechen, das Löschwasser lief die Wände herunter und machte zunächst vor allem die im Obergeschoss befindlichen Schlafzimmer nicht mehr nutzbar.

Beamtinnen der Kriminalpolizei nahmen noch während der Löscharbeiten ihre Ermittlungen auf. Für weitergehende Untersuchungen durch die zuständigen Ermittler des Fachkommissariates wurde der Brandort zunächst beschlagnahmt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehrere zehntausend Euro.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.