Gerry-Weber-Aktien: Ermittlungen wegen Insiderhandels dauern an

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat weiterhin vier Beschuldigte im Visier.

Nicole Donath

Ende offen: Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf verbotenen Insiderhandel mit Gerry-Weber-Aktien ziehen sich in die Länge. - © Oliver Krato
Ende offen: Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf verbotenen Insiderhandel mit Gerry-Weber-Aktien ziehen sich in die Länge. (© Oliver Krato)

Halle/Braunschweig. Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf verbotenen Insiderhandel mit Gerry-Weber-Aktien ziehen sich weiter. Das bestätigte jetzt die Erste Staatsanwältin Julia Meyer. „Wann mit einem Abschluss zu rechnen ist, kann ich noch nicht einschätzen. Es wird aber noch einige Monate dauern.“

Wie die Pressesprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft Braunschweig darüber hinaus auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, stehen weiterhin vier Beschuldigte im Fokus der Ermittler, nachdem die Finanzaufsichtsbehörde BaFin vor einem Jahr Anzeige erstattet hatte. Deren Wohnstätten in Niedersachsen waren bereits Mitte August vergangenen Jahres durchsucht worden. Hier wurde Beweismaterial sichergestellt, das nach wie vor ausgewertet wird. Die betreffenden Personen, bei denen es sich nicht um Mitglieder der Familie der Firmengründer handelt, befinden sich auf freiem Fuß.

Am 24. Januar 2019 – einen Tag bevor der Haller Mode- und Lifestylekonzern Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt hatte – war der Kurs binnen weniger Stunden um 27 Prozent abgerutscht. Am Freitag, 25. Januar, sackte er um weitere 30 Prozent ab, bevor der Handel um 13 Uhr für knapp eineinhalb Stunden ausgesetzt wurde. Während dieser Zeit veröffentlichte Gerry Weber pflichtgemäß die Mitteilung, dass man Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt habe.

Copyright © Haller Kreisblatt 2020
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

1 Kommentar

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.