Guck mal, wer da klappert: Die Storchenbabys sind da

Seit über einer Woche lauern die Vogel-Fans im Bruch darauf, dass die Küken des neuen Pärchens schlüpfen. Währenddessen hat sich in Loxten der Nachwuchs ganz unbemerkt eingestellt.

Silke Derkum-Homburg

Der Nachwuchs am Alten Salzweg in Loxten schaut schon etwas erfahrener in die Welt. - © Ulrich Loleit
Der Nachwuchs am Alten Salzweg in Loxten schaut schon etwas erfahrener in die Welt. (© Ulrich Loleit)

Versmold. Jede Mutter kennt das – man möchte das Neugeborene in den ersten Tagen noch vor Trubel schützen. Und so geht es auch den Storcheneltern im Bruch, die ihre Küken bislang vor der Öffentlichkeit verbergen konnten. Am Dienstag aber sorgte die Sonne dafür, dass die Vögel das Geheimnis lüfteten. „Im Storchenhorst wird gefüttert", berichtete Bernhard Walter, Leiter der Biologischen Station, die für das Bruch zuständig ist. Mindestens zwei Köpfchen habe er dabei ausmachen können und schätzt, dass die Tiere wenige Tage alt sind.

Vermutlich haben die Altvögel aufgrund der kalten Temperaturen bisher auf dem Nachwuchs gesessen, um ihn warm zu halten. Aber angesichts der Sonne gaben sie nun den Blick auf die Küken frei. Jetzt gilt es, sie mit großen Insekten zu füttern, bis sie kräftig genug sind, den Horst zu verlassen. Etwa acht Wochen dauert es, bis die Jungtiere flügge sind und Versmold den Rücken kehren.

Bruch: Zwei kleine Hälse recken sich dem Altstorch entgegen. Ob die beiden Küken noch Geschwister haben, ist unklar. - © Bernhard Walter
Bruch: Zwei kleine Hälse recken sich dem Altstorch entgegen. Ob die beiden Küken noch Geschwister haben, ist unklar. (© Bernhard Walter)

Ein wenig älter scheinen die Jungvögel in Loxten zu sein. HK-Leser Hans Ulrich Loleit aus Steinhagen hatte die drei am Montag vor die Linse bekommen. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Storchenpaare im Bruch und am Alten Salzweg in Loxten fast zeitgleich Nachwuchs produziert. Doch während die Loxtener Vögel angeblich bei der Fütterung ein wenig auf menschliche Hilfe setzen können, sind die Bruchvögel ganz auf sich gestellt. Das gilt aber nur für die Nahrung. Denn der kunstvolle Horst, der in einer Eiche in Loxten thront, ist allem Anschein nach vor einigen Jahren von den Vögeln in Eigenleistung gebaut worden, während im Bruch eine eigens aufgestellte Plattform die Vögel anlocken sollte. Aber eines haben alle Storchenfamilien gemeinsam – sie brauchen nun möglichst viel Ruhe und wenig Schaulustige.

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