»Omas Reizwäsche«: So sexy sah es unter den Röcken aus

Der Versmolder Heimatverein zeigt in seiner Ausstellung Dessous aus alten Zeiten

Marion Bulla

Findens lustig: Heike Schwarz (von links), Hilde Droste, Gerda Lünstroth, Sigrid Schlüpmann und Hannelore Mundhenke haben Spaß an den alten Wäschestücken. - © Marion Bulla
Findens lustig: Heike Schwarz (von links), Hilde Droste, Gerda Lünstroth, Sigrid Schlüpmann und Hannelore Mundhenke haben Spaß an den alten Wäschestücken. (© Marion Bulla)

Versmold. Weiß, das war die Farbe, die man damals unten drunter trug. Es ging vor allem um Funktionalität und Werthaltigkeit. Zumeist haben die Damen ihre Unterwäsche selbst genäht – aus kratzigem Leinen oder Baumwolle. Mit schlichten Unterröcken gab frau sich da nicht zufrieden. Die meisten im Heimatmuseum ausgestellten Relikte aus alten Zeiten, übrigens alle aus den Haushalten Versmolder Bürger, haben filigrane Bordüren, gestickte Details oder gehäkelte Kanten.

Der Handarbeitskreis hatte die sehenswerten Stücke aus den Schränken im oberen Teil des Heimathauses herausgesucht, gewaschen und gebügelt. Dabei ging es ziemlich lustig zu. „Wir haben sehr viel gelacht", erzählt Hilde Droste und hält eine Unterhose hoch, die wohl sehr zur Erheiterung beigetragen hatte. „Das ist eine so genannte Maihose", sagt sie und zeigt auf den hinteren Teil, der einen weiten Schlitz hinten aufweist.

"Maihosen" waren im Schritt offen

„Die waren unten im Schritt offen und man trug sie, wenn es wärmer wurde. Weil die Frauen so viele Kleider übereinander trugen und der Bund nicht aus Gummi war, konnte der Toilettengang schon mal schwierig werden. So war es viel einfacher", führt sie weiter aus. In der Ausstellung werden verschiedene Buxen wie etwa Klapphosen, Mieder, Hemden und Unterhemden präsentiert.

Neben der Wäschestücke hat Renate Brauweiler eine kleine Auswahl ihre selbst gefertigten Karten mit zum Teil echten Blüten und sandigem Hintergrund mitgebracht. „Wir laden im Rahmen unserer Ausstellung auch immer Auswärtige ein, ihre Sachen bei uns zu zeigen", erklärt Gerda Lünstroth.

Wer am Sonntag keine Zeit fand, ins Heimatmuseum an die Speckstraße zu kommen, hat am kommenden Sonntag, 20. Januar, von 11 bis 17 Uhr erneut die Gelegenheit dazu.

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