E-Auto geht in Steinhagen in Flammen auf und brennt aus

Andreas Eickhoff

Verkohltes Gerippe: Ein Elektroauto brannte vollständig aus, dem zweiten erging es kaum besser. Die Löscharbeiten gestalteten sich kompliziert. Foto: Andreas Eickhoff
Verkohltes Gerippe: Ein Elektroauto brannte vollständig aus, dem zweiten erging es kaum besser. Die Löscharbeiten gestalteten sich kompliziert. Foto: Andreas Eickhoff

Steinhagen. Zu einem brennenden Fahrzeug mit Stromantrieb rückte die Feuerwehr am Donnerstagabend aus. Und musste dabei letztlich improvisieren.

Immerhin schon 25 Jahre alt war das Elektroauto, dass am Donnerstagabend am Hilterweg in Steinhagen in Brand geriet. Ebenfalls ungewöhnlich: Die Feuerwehr musste zum Baumarkt fahren, um das optimale Löschmittel zu holen.

Um 18.40 Uhr war die Kreisleitstelle der Feuerwehr über den Brand es kleinen Elektromobils vom französischen Hersteller Ligier informiert worden. Der Löschzug Steinhagen wurde alarmiert und rückte mit 20 Einsatzkräften aus, berichtete Einsatzleiter Dr. Jan-Stefan Klein. „Als wir hier eintrafen, schlugen die Flammen etwa zwei Meter in die Höhe, wir haben dann mit dem Schnellangriff zunächst das Umfeld des brennenden Fahrzeuges gekühlt und abgelöscht“, berichtete Klein weiter.

Das war auch genau die richtige Entscheidung, denn ein Fensterglas des direkt angrenzenden Hauses war aufgrund der enormen Hitze bereits gesprungen, die Fugen des Mauerwerks hatten sich verformt. Zwei Feuerwehrleute hatten sich bereits während der Anfahrt mit Atemschutzgerätenausgerüstet, so dass der Schaden für die Betroffenen so gering wie möglich gehalten wurde und kein Zeitverzug eintrat.

Für das Fahrzeug gab es ohnehin keine Rettung mehr, ein zweites E-Auto wurde durch die enorme Hitze erheblich beschädigt. Die Akkus qualmten aber auch nach den Löscharbeiten, für die auch ein Hydrant für die Wasserversorgung angezapft wurde, kräftig weiter.

So entschied sich der Einsatzleiter in Absprache mit Feuerwehrchef Lutz Mescher und seinem Stellvertreter Andreas Kramme, Quarzsand aus einem Baumarkt zu holen. Nur so konnten die Stromspeicher letztlich endgültig abgelöscht werden, die Feuerwehrleute rückten nach etwa 90 Minuten wieder ein.

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