Grundsteinlegung für das Ärztehaus am Marktplatz in Steinhagen

Jonas Damme

Fototermin bei mehr als 40 Grad: Zur Grundsteinlegung der Ärztehäuser versammelten sich in der Baugrube die Investoren Christina (von rechts) und Lutz Heitland sowie Architekt Hendrik Nitschke – der schon einmal den geplanten Klinker präsentiert – und Bauunternehmerin Norma Bopp-Strecker von Hochbau Detert.  - © Jonas Damme
Fototermin bei mehr als 40 Grad: Zur Grundsteinlegung der Ärztehäuser versammelten sich in der Baugrube die Investoren Christina (von rechts) und Lutz Heitland sowie Architekt Hendrik Nitschke – der schon einmal den geplanten Klinker präsentiert – und Bauunternehmerin Norma Bopp-Strecker von Hochbau Detert.  (© Jonas Damme)

Steinhagen. Zumindest wegen des eigentlich recht hohen Grundwasserstandes müssen sich die Bauherren des neuen Ärztehauses gegenwärtig keine Sorgen machen. Bei glühender Sonne und über 40 Grad trafen sie sich gestern zur offiziellen Grundsteinlegung in der 3,5 Meter tiefen Baugrube am Marktplatz.

„Seit wenigen Tagen liegen das letzte Gutachten und die endgültige Baugenehmigung vor", erklärte Architekt Hendrik Nitschke beim Pressetermin. „Nun kann es richtig losgehen." Und das wird es auch. Schon heute beginnen die Bauarbeiter mit der unteren Bewährung der Tiefgarage, die 31 Plätze bieten soll. 25 Tonnen Stabstahl werden verlegt.

In drei Wochen soll die Sohle des Gebäudes gegossen werden. Dann werden an nur einem Tag rund 100 LKW-Betonmischer anrollen. Im Sechs-Minuten-Takt werden sie ihre Fracht verteilen. „Das wird für alle Beteiligten ein anstrengender Tag", kündigt Nitschke an. Dafür werden die Steinhagener nun aber auch schnell Baufortschritte erkennen können. Bereits Ende September soll die Tiefgarage fertig werden.

Die Arbeiten führt das Bielefelder Unternehmen Detert aus. Mindestens 14 Wochen kalkuliert Bauunternehmerin Norma Bopp-Strecker für den Rohbau. Bis zum Winter wird es also knapp. „Eine Woche Dauerregen kann schon alles durcheinander bringen", bestätigte Investor Lutz Heitland. Ob die Ärzte also tatsächlich im Frühjahr in ihre Praxen einziehen können, muss sich noch zeigen.

Nach langem Ringen ist mittlerweile auch größtenteils klar, wie das Ärztehaus, oder treffender, die beiden Ärztehäuser, aussehen werden. Die Giebeldächer und den Klinker hat Architekt Nitschke der Nachbarbebauung angepasst, klare Formen und viel Glas spiegeln den modernen Zeitgeist wieder. Noch braucht es allerdings viel Fantasie um sich den neuen Marktplatz in seiner Gesamtheit vorzustellen.

Nur die Ausmaße der Baugrube lassen erahnen, wie groß die Veränderungen sein werden. Auch strukturell werden die Neubauten den Ortskern verändern. Mindestens fünf Frequenzbringer sollen den Marktplatz bevölkern: Neben der Hausarztpraxis von Dr. Susanne Wiese und Dr. Arno Schäfer, den Nachfolgern von Dr. Knabe, soll ins obere Haus die Physiotherapiepraxis Neumann, die gegenwärtig noch bei der Fitness-Factory an der Queller Straße logiert, einziehen. Im benachbarten Gebäude sollen darüber hinaus eine urologische Gemeinschaftspraxis und die erste Filiale des Haller Sanitätshauses Graf im kommenden Jahr ihre Arbeit aufnehmen. In den Obergeschossen beider Häuser werden außerdem 15 altengerechte Wohnungen entstehen, die ebenfalls fast vollständig vergeben sind. Außerdem führen die Investoren gegenwärtig Gespräche mit Gastronomen, die ein Café im Erdgeschoss eröffnen wollen.

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