Insolvenzen: Immer mehr Arbeitsplatz-Verluste im Kreis Gütersloh

Strukturbericht: Die pro Wirtschaft GT legt den Strukturbericht mit aktuellen Zahlen vor. Doch darin schwingt ein warnender Unterton mit

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Symbolbild: Bauarbeiter sind auf einer Baustelle beschäftigt. - © Pixabay
Symbolbild: Bauarbeiter sind auf einer Baustelle beschäftigt. (© Pixabay)

Kreis Gütersloh (HK). „Noch ist der Kreis Gütersloh sehr erfolgreich", sagt Albrecht Pförtner, Geschäftsführer der pro Wirtschaft GT. Doch es gibt auch kritische Bereiche.

Das Bruttoinlandsprodukt liegt mit knapp 77.000 Euro pro Erwerbstätigem zwar noch relativ hoch, lässt im deutschlandweiten Vergleich allerdings an Dynamik nach. Zudem sind die Arbeitsplatzverluste durch insolvente Unternehmen bis 2017 auf 965 angestiegen und liegen im Kreis Gütersloh damit wesentlich höher als in den Vergleichsregionen.

Luft nach oben gibt es außerdem bei den gemeldeten freien Arbeitsstellen. Auch hier liegt der Kreis Gütersloh weit unter dem OWL-Schnitt. Und besonders die Frauenerwerbstätigkeit ist eine Baustelle in der Region. „Der Frauenanteil an unseren Gesamtbeschäftigten ist weiterhin unterirdisch niedrig", moniert Pförtner.

Die gestiegene Zahl der Patente zeigt, dass der Kreis innovativ ist

Positiv entwickelt sich dagegen weiterhin die Patentdichte: Mit 145 Patenten je 100.000 Einwohner zeigt sich der Kreis Gütersloh überdurchschnittlich innovativ. 2017 wurden insgesamt 527 Patente veröffentlicht. Und auch der positive Trend des Auslandsumsatzes im verarbeitenden Gewerbe setzt sich fort: Dieser lag im Jahr 2018 bei mehr als acht Milliarden Euro.

Den rund 90 Seitenstarken Strukturbericht, den die pro Wirtschaft GT in Zusammenarbeit mit dem Ewas-Institut herausgegeben hat, findet man auf www.prowi-gt.de in der Rubrik »Daten & Fakten« im Downloadbereich.

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