Tierschützer bieten gefaktes "Bio-Menschen-Fleisch" an - Bürger rufen die Polizei

Nach Auskunft des Protestbündnisses alarmierten manche Passanten über 110 sogar die Polizei.

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Aktivisten zeigten eine Menschenattrappe unter einer Folie. - © Die Linke
Aktivisten zeigten eine Menschenattrappe unter einer Folie. (© Die Linke)

Gütersloh. Ihre Überschrift war zynisch: Das „Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung" hat am Wochenende eine Pressemitteilung mit der Überschrift „Aktivist*innen weiten Fleischangebot auf Gütersloher Schinkenmarkt aus" verschickt. Beigefügt hatten sie ein Foto von einer Menschenattrappe unter Folie.

Die Attrappe war am Samstag an einem Stand zu sehen, den das Bündnis und der Verein „Fairleben" betrieben. Sie boten den „frisch geschlachteten Bio-Menschen" zum fiktiven Verkauf und Verzehr an. Er war mit einem Preisetikett versehen, auf dem er als „Angebot" für 2,99 Euro das Kilo angepriesen wurde. Ergänzt um die Frage „Ist Tiere töten ok?" sei der Stand Auslöser zahlreicherDiskussionen über Tierrechte und mehr gewesen, so die Mitteilung. Von der Polizei sei dem Bündnis berichtet worden, dass manche Bürger sogar die 110 gewählt hätten.

Standbetreiber sollen Aktivisten aufgefordert haben, zu gehen

An einem weiteren Stand etliche Meter entfernt wies das Bündnis auf die Folgen des Fleischkonsums hin. Auch Friedrich Straetmanns, Bundestagsabgeordneter der Linken, nahm dort an der Aktion teil. Camila Cirlini, Mitbegründerin des Bündnisses und ebenfalls Mitglied der Linken, sagte, viele Gütersloher hätten sich beschwert. Auch manche Standbetreiber seien derart verärgert gewesen, dass sie die Aktivisten aufgefordert hätten zu gehen.

Cirlini: „Wir haben wie alle anderen Besucher nach unserer Veranstaltung ein Bier auf dem Schinkenmarkt getrunken und uns unterhalten. Dass unsere bloße Anwesenheit zu so viel Unsicherheit und Unbehagen führt, hätten wir nicht gedacht." Unabhängig von der Protestaktion verzeichnete der Schinkenmarkt einen enormen Zulauf.

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