EnergieFast ein Drittel des Stroms in Deutschland aus Kohle

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Braunkohlekraftwerk - © Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG). © Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Wiesbaden - Kohle, Atomkraft und Gas sind trotz aller Bemühungen um eine Energiewende Deutschlands wichtigste Energieträger für die Stromproduktion.

Im dritten Quartal dieses Jahres stammte mehr als die Hälfte (56,9 Prozent) der gesamten erzeugten Strommenge von 118,4 Milliarden Kilowattstunden nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes aus konventionellen Energiequellen.

Links zum Thema
Statistisches Bundesamt zu Stromerzeugung Q3/2021
Deutsches Klimaschutzgesetz 2021
Bundesumweltministerium zu CO2-Preis

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich der Anteil um 2,7 Prozent, wie die Wiesbadener Behörde am Dienstag mitteilte. Bereits im ersten Halbjahr war der in Deutschland ins Netz eingespeiste Strom zu 56 Prozent konventionell erzeugt worden.

Kohle war auch im dritten Quartal der wichtigste Energieträger. 31,9 Prozent der eingespeisten Strommenge wurde in Kohlekraftwerken erzeugt. Mit einem Plus von 22,5 Prozent verzeichnete Kohlestrom auch den höchsten Anstieg zum Vorjahreszeitraum. Die Verbrennung fossiler Rohstoffe ist wegen des Klimawandels umstritten.

Windkraft als zweitwichtigste Energiequelle steuerte im dritten Quartal 16,6 Prozent zur Stromerzeugung bei. Es folgen Atomenergie (14,2 Prozent) und Photovoltaik (13,3 Prozent). Insgesamt lag der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Stromeinspeisung mit 43,1 Prozent etwas unter dem Vorjahreszeitraum (44 Prozent).

Einen deutlichen Rückgang gab es bei der Stromeinspeisung aus Erdgas mit minus 38,9 Prozent. Der Anteil von Erdgas an der Stromeinspeisung betrug 8,7 Prozent. Das war den Angaben zufolge der niedrigste Quartalswert seit dem dritten Quartal 2018. Hauptverantwortlich für diesen Rückgang seien die deutlich gestiegenen Preise für Erdgas, erklärte das Bundesamt.

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