WolfsmonitoringWölfe breiten sich in Deutschland aus - 157 Rudel

veröffentlicht

Wolf - © Foto: Lino Mirgeler/dpa
Die meisten Rudel leben lau des Wolfsmonitoring in Brandenburg. © Foto: Lino Mirgeler/dpa

Bonn - In Deutschland sind derzeit 157 Wolfsrudel erfasst. Das geht aus den Erhebungen der Bundesländer für das Monitoring-Jahr 2020/21 (30. April) hervor, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) veröffentlichten.

Die meisten Rudel leben demnach in Brandenburg (49), gefolgt von Niedersachsen (35) und Sachsen (29).

Links zum Thema
Hintergrundinfos des BfN zu Wölfen

Neben den Rudeln wurden 27 Wolfspaare und 19 sesshafte Einzelwölfe bestätigt. Von allen nachgewiesenen Wölfen waren mindestens 403 ausgewachsen. Für das Wolfsmonitoring haben die Bundesländer mehr als 27 000 Hinweise ausgewertet. Im vorhergehenden Monitoring-Jahr 2019/20 waren 131 Rudel, 45 Paare und neun Einzelwölfe nachgewiesen worden.

138 Wölfe wurden im letzten Monitoringzeitraum tot gefunden. Die meisten davon (107) starben bei Verkehrsunfällen.

Fördermittel

Nach Ansicht der Naturschutzorganisation WWF zeigen die aktuellen Zahlen zum Wolfsbestand, dass in Deutschland flächendeckend ein wolfsabweisender Herdenschutz nötig ist. «Weidetierhalter brauchen dafür geeignete Zäune, gut trainierte Herdenschutzhunde, ausreichende Schulungs- und Beratungsangebote sowie finanzielle Unterstützung.» Dafür sollten die Bundesländer EU-Fördermittel in Anspruch nehmen.

Im Jahr 2020 wurden der DBBW 942 (2019: 887) Wolfsübergriffe mit 3959 (2894) getöteten, verletzten oder vermissten Nutztieren gemeldet. Die Bundesländer mit Wolfsvorkommen gaben demnach insgesamt rund 9,5 Millionen Euro für Herdenschutz- und Schadenausgleichzahlungen aus.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.