Keine EinigungWarnstreiks vor nächster Tarifrunde für öffentliche Banken

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Sparkassen-Warnstreik - © Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Streikpotsten vor der Tür der Sparkasse Märkisch-Oderland in Strausberg. © Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin/Wiesbaden - Vor der nächsten Tarifrunde für die 60 000 Beschäftigten von Landes- und Förderbanken sowie mehrerer Sparkassen hat Verdi den Druck erhöht. In Hessen beteiligten sich der Gewerkschaft zufolge am Freitag etwa 350 Mitarbeiter öffentlicher und privater Banken an einem Warnstreik und einer Kundgebung in Wiesbaden.

Aktionen hatte es im Laufe der Woche auch in anderen Bundesländern gegeben. Die Arbeitgeberseite kündigte unterdessen ein Angebot unter anderem für eine Einmalzahlung an.

Links zum Thema
Verdi zur Tarifrunde 2021
Verdi: Beschäftigtenumfrage Bankenbranche 2021
Pressemitteilungen Verdi
DBV-Forderungen öffentliche Banken Tarifrunde 2021
DBV-Forderungen private Banken Tarifrunde 2021
VÖB zur Tarifrunde 2021
Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken
VÖB zu eigenständigen Verhandlungen 15.6.2020
Verdi zu Tarifabschluss 2019
VÖB/AGV Banken zu Tarifabschluss 2019
Pressemitteilungen AGV Banken
Reaktion AGV Banken auf Gewerkschaftsforderungen 18.6.2021
AGV Banken: Fakten und Hintergründe zur Tarifrunde 2021
AGV Banken zur Tarifrunde 2019
AGV Banken zu früheren Tarifergebnissen
Mitteilung zum Nachwuchskräfte-Tarifvertrag 18.8.2021
VÖB-Mitteilung 23.9.2021
Verdi-Mitteilung 23.9.2021
DBV zu öffentlichen Banken 23.9.2021
Mitteilung VÖB 15.10.2021

Obwohl die Tarifverhandlungen für öffentliche und für private Banken in diesem Jahr erstmals seit Jahren wieder getrennt stattfinden, hatte Verdi Beschäftigte beider Bankengruppen zu Warnstreiks aufgerufen.

Verdi wirft der Arbeitgeberseite der öffentlichen Banken vor, die vorgeschlagene Abschaffung von Gehaltszuwächsen per Berufserfahrung führe zu Einkommenseinbußen. Auch der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) sieht den Vorschlag kritisch und hatte betont: «Einen Wegfall der Berufsjahresstaffel, wie von der Arbeitgeberseite in den Raum gestellt, werden wir nicht zulassen.»

Die Arbeitgeber kündigten für die dritte Tarifrunde am kommenden Dienstag (19.10) ein Angebot für eine «spürbare» Einmalzahlung und eine Gehaltserhöhung für Nachwuchskräfte für dieses Jahr an. «Wir wollen nicht, dass die Beschäftigten unter vielen Leermonaten leiden», sagte Ulrich Theileis, Stellvertretender Verhandlungsführer der öffentlichen Banken. Weitere Leermonate könnten aber nur vermieden werden, wenn die Gewerkschaften die Verhandlungen zu einem neuen Entgeltsystem jetzt ernsthaft führten.

Bei den Tarifgesprächen für etwa 140 000 Beschäftigte des privaten Bankgewerbes hatten sich die Fronten zuletzt verhärtet. Verdi sagte die eigentlich für diese Woche geplante vierte Runde mit dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV) ab. Es habe von der Arbeitgeberseite keine Signale gegeben, das bisheriges Angebot nachbessern zu wollen.

Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben eine Erhöhung der Tarifgehälter um insgesamt 3,2 Prozent in drei Stufen bei einer Laufzeit von 36 Monaten angeboten. Das bedeute angesichts steigender Inflationsraten einen Reallohnverlust, kritisierte Verdi. Einen neuen Verhandlungstermin für die privaten Banken gibt es aktuell nicht.

Verdi fordert für beide Bankengruppen 4,5 Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 150 Euro mehr pro Monat. Der DBV will sowohl für die privaten als auch für die öffentlichen Banken 4,8 Prozent mehr Geld sowie die Verkürzung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde auf 38 Stunden. Daneben geht es auch um flexiblere Arbeitsbedingungen.

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