VW: Keine unzulässige Abschaltsoftware in neueren Dieseln

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VW-Logo - © Foto: Julian Stratenschulte
Das Logo von Volkswagen auf dem Markenhochhaus des Konzerns in Wolfsburg. (© Foto: Julian Stratenschulte)

Berlin/Wolfsburg - Volkswagen hat nach eigener Darstellung in neueren Diesel-Autos keine unzulässigen Abschaltvorrichtungen zur Manipulation der Abgaswerte eingebaut.

Nach aktuellem Stand sei «nichts illegales passiert», sagte ein VW-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Er reagierte damit auf einen Bericht des SWR, nach dem auch in neuere Diesel-Motoren mit der Abgasnorm Euro 6 eine Software eingebaut sei, die erkenne, ob sich das Fahrzeug auf einem Prüfstand befindet, eine so genannte «Zykluserkennung». Konkret geht es dem SWR-Bericht zufolge um den Nachfolger des Skandalmotors EA189, EA288.

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SWR-Bericht

Ein VW-Sprecher erklärte, es sei nicht verboten, so genannte «Fahrkurven» festzulegen. Dabei werden bestimmte Eigenschaften eines Autos so eingestellt, dass prinzipiell auch erkannt werden kann, ob es sich gerade in einem Prüfstandstest befindet. Diese Einstellungen dürften von Entwicklern aber nicht dazu genutzt werden, etwa die Abgassteuerung zu beeinflussen. Hinweise darauf, dass so etwas geschehen sein könnte, habe man nicht.

Auch auf SWR-Nachfrage bestritt der VW-Konzern den Vorwurf: Fahrzeuge mit dem Dieselmotor EA288 enthielten «keine Zykluserkennung» und demnach auch keine unzulässige Abschalteinrichtung.

Bereits im Herbst 2015 kurz nach dem Bekanntwerden des VW-Abgasskandals mit dem Motor EA189 im Zentrum war der Verdacht aufgekommen, auch das neuere Aggregat EA288 könne von Manipulationen betroffen sein. Schon damals kam VW «nach gründlicher Prüfung» zu dem Ergebnis, dass in beiden EA288-Varianten - mit Euro 6 und der früheren Abgasnorm Euro 5 - «keine Software verbaut ist, die eine unzulässige Abschalteinrichtung im Sinne der Gesetzgebung darstellt». Der SWR beruft sich nun auf interne VW-Unterlagen von Ende 2015, in denen detailliert beschrieben werde, wie eine «Zykluserkennung» im EA288 funktioniere.

Bei der vor vier Jahren in den USA aufgedeckten Abgasaffäre, die den VW-Konzern bereits viele Milliarden Euro gekostet hat, geht es rein technisch darum, dass eine VW-Software erkennt, dass das Auto auf Abgas-Prüfständen getestet wird. Die Einstellungen werden dann so geändert, dass die Richtwerte erreicht werden. Draußen auf der Straße im Alltag sind die Werte dann höher, und die Angaben aus der Laborsituation werden deutlich überschritten.

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