MinisterpräsidentRegierung in Neuseeland: Hipkins wird Nachfolger Arderns

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Jacinda Ardern wird das Zepter bald in die Hand von Chris Hipkins geben. - © Ben Mckay/AAP/dpa
Jacinda Ardern wird das Zepter bald in die Hand von Chris Hipkins geben. © Ben Mckay/AAP/dpa

Der bisherige neuseeländische Polizei- und Erziehungsminister Chris Hipkins soll Nachfolger der scheidenden Ministerpräsidentin Jacinda Ardern werden. Der 44-Jährige wurde am Sonntag von einem Ausschuss seiner Labour-Partei formell bestätigt, zusammen mit seiner künftigen Stellvertreterin Carmel Sepuloni, die von der Volksgruppe der Pazifischen Inselbewohner abstammt. Er werde am Mittwoch als neuer Regierungschef vereidigt werden, sagte Hipkins am Sonntag bei einer Pressekonferenz.

Die 42-jährige Ardern, die das Land seit 2017 regiert, hatte am Donnerstag überraschend ihren Rückzug angekündigt und gesagt, dass ihr die Kraft fehle weiterzumachen. «Ich weiß, was man für diesen Job braucht, und ich weiß, dass ich nicht mehr genug im Tank habe», hatte sie unter Tränen gesagt. Sie war bei Amtsantritt die damals jüngste Ministerpräsidentin der Welt. 2018 war sie die erste Regierungschefin seit Jahrzehnten geworden, die während ihrer Amtszeit Mutter wurde.

Ardern hatte während der Corona-Pandemie eine strikte Null-Covid-Politik verfolgt und im März 2020 die Grenzen Neuseelands geschlossen. Erst im Juli 2022 öffnete sich das Land wieder vollständig. Hipkins war der für die Eindämmung der Pandemie zuständige Minister. Nun soll er als 41. Regierungschef das Land in die für den 14. Oktober angesetzten Wahlen führen.

Hipkins' designierte Stellvertreterin Sepuloni wurde 1977 in Neuseeland als Tochter eines Einwanderers von den Pazifikinseln und einer europäischstämmigen Neuseeländerin geboren. Sie wird nun die erste Vertreterin der Pazifik-Insulaner in dieser hohen Regierungsposition sein. «Ich möchte die Bedeutung für unsere Pasifika-Gemeinschaft hervorheben. Ich bin stolz samoanisch, tongaisch und neuseeländisch-europäisch, und ich vertrete Generationen von Neuseeländern mit gemischtem Erbe», sagte sie am Sonntag.

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