Liveblog zur Osteuropa-KriseLebenslang für russischen Soldaten wegen Kriegsverbrechen in der Ukraine

Seit Wochen spitzt sich der Konflikt um die Ukraine zu. Verfolgen Sie die aktuelle Lage in der Region und alle politischen Entwicklungen in unserem Liveblog.

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Zwei Nationalgardisten besuchen das Grab eines verstorbenen Soldaten auf dem Friedhof in Charkiw im Osten der Ukraine. - © dpa
Zwei Nationalgardisten besuchen das Grab eines verstorbenen Soldaten auf dem Friedhof in Charkiw im Osten der Ukraine. © dpa

Das Wichtigste im Überblick:

Im ersten ukrainischen Kriegsverbrecherprozess ist ein 21 Jahre alter russischer Soldat zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Das Gericht in Kiew sah es am Montag nach einem Geständnis des Mannes als erwiesen an, dass der Panzersoldat nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine einen 62-Jährigen Zivilisten erschoss. Nach dem weltweiten Entsetzen über russische Gräueltaten in der Ukraine war dies der erste vor Gericht verhandelte Fall.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Tagesverluste der eigenen Truppen an der Front in der Ostukraine auf 50 bis 100 Soldaten beziffert. Damit begründete er seine Ablehnung einer Petition, Männern im wehrpflichtigen Alter die Ausreise aus der Ukraine zu erlauben.

Die baltischen Staaten haben ihre Stromimporte aus Russland beendet. "Indem wir uns weigern, russische Energieressourcen zu importieren, weigern wir uns, den Aggressor zu finanzieren", sagte der litauische Energieminister Dainius Kreivys.

Der von Moskau eingesetzte Bürgermeister der südukrainischen Stadt Enerhodar ist bei einer Explosion verwundet worden. Russischen Sicherheitsberichten zufolge soll ein improvisierter Sprengsatz detoniert sein.

Die Ukraine hat das seit Ende Februar geltende Kriegsrecht um weitere 90 Tage verlängert. Zudem wird auch die Generalmobilmachung fortgeführt.

Der langjährige deutsche Botschafter in Russland, Rüdiger von Fritsch, wirft Moskau vor, die durch den Ukraine-Krieg verursachte globale Versorgungskrise und die dadurch drohenden Fluchtbewegungen als Mittel der Kriegsführung zu nutzen. "Wladimir Putin versucht gezielt, Hungerkrisen im Nahen Osten und in Nordafrika zu erzeugen", sagte von Fritsch im Tagesspiegel.

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