BKA will frühe Suche nach Risikopersonen unter Zuwanderern

veröffentlicht

Holger Münch - © Foto: Boris Roessler
«Das für mich entscheidende, wohl größte Risiko ist das Radikalisierungsrisiko unter Zugewanderten», sagt BKA-Präsident Münch. (© Foto: Boris Roessler)

Mainz - Das Bundeskriminalamt (BKA) will die frühe Identifikation und Strafverfolgung ausländischer Mehrfach- und Intensivtäter verstärken. Ziel ist, ihren Aufenthalt in Deutschland zu beenden.

Dafür wurde nach Angaben der Behörde bereits eine Bund-Länder-Projektgruppe eingerichtet.

BKA-Präsident Holger Münch plant, dass aus verschiedenen Aktivitäten in einigen Ländern ein Gesamtkonzept wird. «Wir glauben, wenn man konsequent mit solchen Personen umgeht, stützt das insgesamt die Akzeptanz mit Zugewanderten in Deutschland, wenn man weiß, der Staat geht konsequent gegen Missbrauch vor», sagte Münch in Mainz.

Das BKA gibt keine Entwarnung für mögliche Gefahren durch islamistischen Terrorismus. Die Zahl radikalisierter Personen sei nach wie vor hoch und steige, sagte Münch. Er sieht Risiken bei Zugewanderten, Rückkehrern aus Kriegs- und Krisengebieten sowie bei Menschen, die nach der Verbüßung einer Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen werden.

«Das Radikalisierungsrisiko unter Zugewanderten müssen wir in den nächsten Jahren besonders in den Blick nehmen», sagte Münch. «Das sehen wir in vielen Fällen, wenn wir uns die Anschlagsszenarien der letzten Jahre angucken.» Zuletzt wurden für Deutschland 774 islamistische Gefährder gezählt.

Copyright © Haller Kreisblatt 2018
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2018
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

3 Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.