FC Bayern MünchenBasler: «Kotzt» mich an, wie Leute auf Nagelsmann losgehen

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Trainer Julian Nagelsmann steht nach vier verlorenen Spielen des FC Bayern Münchens unter Druck. Ein Trainerwechsel schließt Mario Basler allerdings aus. © Sven Hoppe/dpa

Der frühere Fußball-Profi Mario Basler hat mit klaren Worten Partei für Bayern-Trainer Julian Nagelsmann ergriffen.

«Mich kotzt es an, wie die Leute auf Julian oder auf die Trainer losgehen. Was kann Julian dafür, wenn Sané dreimal frei auf das Tor zuläuft und ihn nicht rein macht? Julian ist ein hervorragender Trainer», sagte Basler bei Sport1 in der Sendung «Rudi Brückner – Der Talk am Montag».

«Man muss Julian auch Zeit geben. Manche Spieler sind neu in der Mannschaft. Den ein oder anderen Spieler wie Sané oder Musiala hat er wieder hingekriegt oder top in die Mannschaft integriert. Warum muss man immer an Julian zweifeln? Da krieg ich einen Anfall! Uli muss mal ein Machtwort sprechen für Julian», sagte Basler, einst auch Spieler des FC Bayern. Uli Hoeneß ist Ehrenpräsident des Münchner und hat immer noch großen Einfluss.

Der 53-jährige Basler sieht die Spieler in der Verantwortung und bemängelte deren Einstellung. «Die Spieler müssen mal langsam kapieren, dass die Bundesliga das tägliche Brot ist. Sie müssen jedes Spiel gleich angehen. Bayern hat eine überragende Mannschaft. Sie hätten in Augsburg 3:1, 4:1 gewinnen können, aber was kann denn der Trainer dafür?», sagte Basler.

Ständige Diskussion um Wechsel «kann nicht sein»

Nagelsmann hatte mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister aus München am Samstag beim FC Augsburg 0:1 verloren. Es war das vierte nicht gewonnene Spiel in der Bundesliga am Stück. Auf der Pressekonferenz nach der Niederlage war der 35-Jährige kurz angebunden. «Dass ein Trainer dann mal so reagiert, ist sein gutes Recht. Ich hätte mir gewünscht, er wäre aufgestanden und gegangen. Der Mann gibt in seinem Job alles. Es kann doch nicht sein, dass jedes Mal, wenn Bayern mal drei, vier Spiele am Stück nicht gewinnt, dass der Trainer diskutiert wird?», kritisierte Basler.

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