Darüber spricht die LigaFC Bayern vor Titelgewinn - Spannung im Tabellen-Keller

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Könnte gegen Borussia Dortmund mit dem FC Bayern den Gewinn der Meisterschaft perfekt machen: Trainer Julian Nagelsmann. © Silas Stein/dpa

Berlin - Für Julian Nagelsmann könnte es ein ganz besonderer Tag werden. Mit dem FC Bayern kann der Trainer am Samstag (18.30 Uhr/Sky) in der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Dortmund den Gewinn der Meisterschaft perfekt machen - zum ersten Mal in seiner Laufbahn.

Mehr Spannung gibt es im Kampf um den Ligaverbleib. Ein erster Absteiger könnte allerdings an diesem Wochenende schon feststehen.

Bayern wollen Titel im Top-Spiel:

Bei neun Zählern Vorsprung auf den BVB ist der Titelkampf zugunsten der Bayern eigentlich entschieden. Und doch birgt der Gipfel beider Teams auch diesmal Brisanz. Schließlich könnte ausgerechnet ein Sieg gegen den Revierclub dem Erzrivalen aus München vorzeitig die zehnte Meisterschaft in Serie bescheren. «Wir wollen versuchen, das zu verhindern», sagte Trainer Marco Rose. Ähnlich ambitioniert geht sein Gegenüber Julian Nagelsmann die Aufgabe an: «Wir wollen im Heimspiel Meister werden.» Gegen eine Bierdusche im Falle seines ersten Titelgewinn im Profifußball hätte der Bayern-Coach nichts einzuwenden: «Ich habe mal gelesen, dass eine Bierkur für die Haare ganz gut sein soll.»

Final-Schwung:

Drei Tage nach dem leidenschaftlichen Pokal-Halbfinale muss RB Leipzig schon wieder gegen Union Berlin ran. Und schon wieder ist ein Sieg Pflicht, schließlich macht Pokal-Finalgegner Freiburg im Kampf um die Champions-League-Plätze von hinten Druck. «Das wird wieder ein richtiges Brett», sagte RB-Trainer Domenico Tedesco, der dennoch wie gewohnt rotieren wird. Freiburgs Coach Christian Streich erwartet gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag derweil einen Gegner mit «Wut im Bauch». Immerhin hat die Borussia gerade das Derby gegen Köln mit 1:3 verloren - und das Hinspiel gegen Freiburg mit 0:6. «Natürlich wollen sie diesen Tag vergessen machen», sagte Streich, der aus Belastungsgründen womöglich umstellen wird.

Erster Absteiger:

Die SpVgg Greuther Fürth weiß, was auf sie zukommt - der Abstieg in die 2. Bundesliga. Aber ist es schon an diesem Wochenende soweit? Wahrscheinlich. Der Tabellenletzte aus Franken steigt vorzeitig ab, wenn er am Samstag (15.30 Uhr/Sky) sein Heimspiel gegen Bayer Leverkusen nicht gewinnt. Die Hypothek von nur einem Punkt aus den ersten 14 Partien war über die Saison gesehen einfach zu schwer. So läuft die Zeit des «Kleeblatt» nach 2012/13 ein zweites Mal nach nur einer Saison im Oberhaus ab.

Arminia nach dem Trainerwechsel:

Neuer Chefcoach, neue Hoffnung - wie bereits in der vergangenen Saison soll ein Wechsel auf der Trainerbank den Bielefeldern den Klassenverbleib bescheren. Nach der Trennung von Vorjahres-Retter Frank Kramer übernimmt ein Team um den bisherige Torwarttrainer Marco Kostmann beim Tabellenvorletzten in den verbleibenden vier Saisonspielen die Regie. Die Durststrecke mit zuletzt nur einem Punkt aus sieben Partien soll am Samstag in Köln zu Ende gehen. Eine Woche später steht das Schlüsselspiel daheim gegen den derzeitigen Tabellen-15. Hertha BSC an.

Endspiel-Wochen vor dem Saisonende:

Vier Tage vor dem Saisonende kann sich im Keller die Spreu vom Weizen trennen. Im Duell der Tabellennachbarn droht bei einer Niederlage des Tabllen-16. VfB Stuttgart bei der einen Punkt und einen Rang besser platzierten Berliner Hertha der Relegationsplatz als höchstes Ziel der Gefühle. Die Mannschaft von Hertha-Trainer Felix Magath hat sich durch den 1:0-Erfolg beim FC Augsburg in die Pole Position im Abstiegs-Dreikampf mit Stuttgart und Arminia Bielefeld geschoben und kann diesen Vorsprung in Richtung Rettung eine Woche später weiter ausbauen - beim Tabellen-17. aus Bielefeld.

Krisen-Duell:

Die Europa-League-Asse aus Frankfurt quälen sich in der Liga ebenso wie der nächste Gegner TSG 1899 Hoffenheim. Die Frankfurter sind seit vier Spielen sieglos, Hoffenheim gar seit fünf. Die Eintracht liegt von den internationalen Plätzen noch weiter weg als die Kraichgauer, die auf Rang acht abgerutscht sind.

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