Sport aus aller WeltKöpke traut Neuer Heim-EM mit 38 zu: «nochmal ein Highlight»

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Deutschlands ehemaliger Torwarttrainer Andreas Köpke (l) und Torwart Manuel Neuer unterhalten sich während des Trainings. © Federico Gambarini/dpa

Der frühere Bundestorwarttrainer Andreas Köpke hält es durchaus für möglich, dass Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer nach einer vierten WM-Teilnahme Ende des Jahres in Katar auch noch die folgende Heim-Europameisterschaft angeht.

Beim Turnier im Sommer 2024 wäre die langjährige Nummer 1 der DFB-Auswahl dann 38 Jahre alt. «Wenn man Manus Leistungen sieht, ist sein Alter zweitrangig», sagte Köpke der Deutschen Presse-Agentur vor seinem 60. Geburtstag an diesem Samstag zum Kapitän des FC Bayern München. «Es geht nach Leistung. Und solange er Spaß am Job hat und die Leistung bringt, ist er unantastbar», urteilt Köpke. «Und natürlich ist eine EM im eigenen Land nochmal ein Highlight», ergänzte er.

Köpke hat Neuer von dessen Debüt im Juni 2009 bis zu seinem eigenen Ausscheiden als Torwartcoach nach der EM im vergangenen Jahr in mehr als 100 Länderspielen begleitet. Gemeinsamer Höhepunkt war der Gewinn des WM-Titels 2014 in Brasilien. Beim Abschied vom DFB habe er zu Neuer gesagt: «Manu, eigentlich wollte ich mit dir aufhören. Aber du spielst solange, solange machen meine Knochen nicht mehr mit.»

Neuer habe durch seine langwierige Fußverletzung vor der WM 2018 in Russland ein Jahr im Tor verloren. «Das wird er auf jeden Fall hinten dranghängen», sagte Köpke: «Ich glaube, wichtig ist für Manu, dass er den richtigen Absprung schafft - gerade bei der Nationalmannschaft. Aber das muss er für sich entscheiden, wann dieser Zeitpunkt gekommen ist. Da kann ihm niemand reinreden.»

Skeptisch blickt Köpke auf die Zeit nach den aktuellen DFB-Keepern Neuer (35), Marc-André ter Stegen (29), Kevin Trapp (31) und Bernd Leno (30). «Man muss sich schon Gedanken machen», mahnt Köpke: «Meine Jungs kommen jetzt alle in das Alter, wo ein, zwei, drei Torhüter nachrücken müssten. Die sieht man im Moment nicht. Es könnte sein, dass da eine Lücke entsteht», sagte der Europameister von 1996.

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