Sport aus aller WeltPutin-Vertrauter tritt als EU-Tischtennis-Präsident zurück

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Igor Lewitin (3.v.l) spricht beim Internationalen Wirtschaftsforum über die Rolle des Sports. © Maksim Konstantinov/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Der russische Angriff auf die Ukraine hat für den europäischen Tischtennis-Sport personelle Folgen. Der Russe Igor Lewitin ist zumindest vorläufig als Präsident des europäischen Verbandes zurückgetreten.

Das gab die ETTU nach einer Sitzung des Exekutivkomitees bekannt. Der 70 Jahre alte Lewitin ist ein enger Vertrauter von Wladimir Putin, er war unter anderem schon Berater des russischen Präsidenten und Verkehrsminister seines Landes. Im September 2019 wurde er an die Spitze der ETTU gewählt.

Da der Kontinentalverband zudem beschloss, nach dem Vorbild des Weltverbands ITTF vorläufig keine russischen und auch belarussischen Spieler sowie Funktionäre mehr bei internationalen Veranstaltungen zuzulassen, musste auch der frühere Weltklasse-Spieler Wladimir Samsonow seinen Posten als ETTU-Vizepräsident räumen. Der dreimalige Europameister und WM-Zweite von 1997 kommt aus Belarus.

Noch nicht entschieden ist der weitere Verlauf der Champions-League-Saison. Die beiden deutschen Clubs Borussia Düsseldorf und 1. FC Saarbrücken spielen dort an diesem Donnerstag ab 19.00 Uhr den ersten Endspiel-Teilnehmer aus. Nach dem 3:0-Erfolg im Hinspiel hat Titelverteidiger Düsseldorf die besseren Chancen.

Das zweite Halbfinale ist aber ein russisches Duell zwischen UMMC Jekaterinburg und Fakel Orenburg, dem Club des aktuell noch verletzten deutschen Nationalspielers Dimitrij Ovtcharov. Offiziell abgesetzt wurde diese Partie von der ETTU noch nicht. Die Düsseldorfer kündigten aber bereits an, ein mögliches Finale gegen eine russische Mannschaft auf keinen Fall zu bestreiten. «Wir haben für uns klar entschieden, dass wir nicht gegen ein russisches Team antreten werden», sagte ein Sprecher der Borussia.

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