108. Tour de FranceEx-Radprofi Kittel über Pogacar: Transparenz fehlt

veröffentlicht

Marcel Kittel - © Foto: Clara Margais/dpa
Ex-Profi Marcel Kittel hat von Tour-de-France Dominator Tadej Pogacar Offenheit und Transparenz gefordert. © Foto: Clara Margais/dpa

Mainz - Der ehemalige Radprofi Marcel Kittel hat von Tour-de-
France Dominator Tadej Pogacar und dessen Team angesichts von Zweifeln an den verblüffenden Leistungen des Slowenen Offenheit und Transparenz gefordert.

«Es gibt natürlich auch viele Leute, die sagen: Da sitzt vielleicht doch Betrug dahinter. Die das Ganze anzweifeln. Das wird im Moment leider nur die Zeit zeigen können», sagte Kittel am Samstagabend im «Aktuellen Sportstudio» des ZDF. «Und so wie das leider eben auch aus der Erfahrung und der Geschichte des Radsports ist, müssen wir abwarten.»

Links zum Thema
Homepage Tour de France
Tour de France auf Twitter
Klassements
Strecke 2021
Startliste
Daten zu Marcel Kittel
Kittel auf Instagram
Homepage von Marcel Kittel

Den Generalverdacht könnten der erst 22 Jahre alte Pogacar und sein Team UAE «nur durch Offenheit und Transparenz loswerden. Und da muss sich das Team, da muss er sich sicherlich auch den Vorwurf gefallen lassen, dass das im Moment nicht der Fall ist», meinte der ehemalige Weltklasse-Sprinter Kittel, der 14 Etappensiege bei der Tour gefeiert und seine aktive Karriere im Mai 2019 beendet hat.

Die Reaktionen, die man in den vergangenen Wochen aus dem Umfeld Pogacars gehört und mitbekommen habe, finde er «alt, altertümlich und nicht standesgemäß für die Zeit jetzt und für die Verantwortung, die der Sport und auch Pogacar» habe, sagte Kittel. Pogacar sei zwar noch jung, aber auch er müsse sich der Verantwortung und der Vorbildwirkung «für die ganze Sportart» bewusst sein.

Pogacar steht nach seinem achten Rang im Einzelzeitfahren unmittelbar vor seinem zweiten Gesamtsieg bei der Tour de France. Auf der 21. und letzten Etappe am Sonntag wird der Gelb-Träger traditionell nicht mehr angegriffen.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.