Premier LeagueDebakel für Chelsea - Liverpool rückt an Tuchel heran

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Thomas Tuchel - © Foto: David Klein/CSM via ZUMA Wire/dpa
Thomas Tuchel, Trainer von FC Chelsea, fasst sich während des Spiels an den Kopf. © Foto: David Klein/CSM via ZUMA Wire/dpa

London - Seine erste Niederlage mit dem FC Chelsea geriet für Thomas Tuchel zum Alptraum. Während der 2:5-Klatsche gegen West Bromwich Albion griff sich der Chelsea-Coach am Spielfeldrand mehrfach fassungslos an die Stirn.

«Es ist wichtig, dass wir das verdauen», sagte Tuchel am Samstag nach dem Abpfiff, «denn es ist eine Menge zu verdauen». Die Heimpleite war ein harter Rückschlag im Kampf um einen Champions-League-Platz.

Debakel für Chelsea - Liverpool rückt an Tuchel heran
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Plötzlich sitzt Tuchel sein deutscher Trainerkollege Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool wieder im Nacken. Beim 3:0-Auswärtssieg gegen Arsenal präsentierte sich der noch amtierende Meister nach langer Zeit wieder in Bestverfassung. Manchester United kam am Sonntagabend zu einem 2:1 (0:1)-Heimsieg gegen das im Abstiegskampf befindliche Team von Brighton & Hove Albion und festigte Platz zwei.

Der FC Chelsea war gegen West Brom eine knappe halbe Stunde lang das überlegene Team und ging durch den Ex-Dortmunder Christian Pulisic (27. Minute) verdient in Führung. Doch als Thiago Silva zwei Minuten später Gelb-Rot sah, gerieten die Blues mit Nationalspieler Timo Werner in der Sturmspitze völlig aus dem Konzept.

«Wir haben vor der Halbzeit zwei sehr leichte Gegentore kassiert», sagte Tuchel über den Doppelpack des Ex-Nürnbergers Matheus Pereira (45.+2/45.+4). «Mit unserer Qualität ist es absolut unnötig, fünf Gegentore zu kassieren, auch wenn man einer weniger ist.» Noch dazu gegen den Tabellenvorletzten. Callum Robinson (63./90.+1) und Mbaye Diagne (68.) machten die Chelsea-Blamage perfekt. Mehr als das Tor von Mason Mount (71.) gelang den Londoner nicht mehr.

Zuvor war Chelsea in 14 Spielen unter Tuchel unbesiegt. «Wenn wir auf dieses Spiel in vier Wochen zurückblicken, können wir es hoffentlich einen Weckruf nennen», sagte der 47-Jährige, der gerade zum «Trainer des Monats» der Premier League gekürt wurde, «denn das würde bedeuten, dass wir wirklich aufgewacht sind und eine neue Serie gestartet haben.» Zunächst geht es am Mittwoch im Viertelfinalhinspiel der Königsklasse gegen den FC Porto.

Um einen Champions-League-Startplatz in der nächsten Saison müssen die Blues weiter zittern, denn die Reds rückten in der Tabelle bis auf zwei Punkte ran. «Das war ein wichtiges Statement von uns», sagte der strahlende Liverpool-Trainer Jürgen Klopp - mit neuer John-Lennon-Brille - nach dem klaren 3:0-Erfolg in London. «Wir müssen zeigen, dass wir dafür kämpfen.»

Beim schwachen FC Arsenal war der Meister klar überlegen, aber erst nach einer Stunde erlöste Diogo Jota die Klopp-Elf. Der Portugiese, der im Januar und Februar verletzungsbedingt gefehlt hatte, traf zwei Minuten nach seiner Einwechslung und legte später nach (64./82.). Mohamed Salah (68.), in dieser Spielzeit oft kritisiert, erzielte immerhin sein 18. Saisontor - in der Vorsaison waren es insgesamt 19.

«Liverpool sieht wieder wie Liverpool aus», lobte der «Telegraph» drei Tage vor dem Champions-League-Match bei Real Madrid am Dienstag. Die Königsklasse ist die letzte Chance auf einen Titel für die Reds, die in der Liga 25 Punkte Rückstand auf die Spitze haben.

Hingegen hat Tabellenführer Manchester City noch die Gelegenheit, ein historisches Titel-Quadrupel zu holen. Borussia Dortmunds Königsklassen-Gegner am Dienstag ist in allen Wettbewerben noch dabei. Und nach dem 2:0 bei Leicester City fehlen Pep Guardiolas Starensemble nur noch maximal elf Punkte zur siebten englischen Meisterschaft - oder wie Guardiola es formulierte: «Wir brauchen noch vier Siege, um den Titel zu gewinnen.»

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